"In der Summe geht das Unentschieden in Ordnung. Wir haben uns in der Chancenverwertung schwer getan. "Zwanzig  Fehlwürfe sind einfach zu viel", sagt GSV-Trainer Frank Morawetz. "In dieser Hinsicht müssen wir uns mit Blick auf die kommenden Spiele deutlich steigern. In der Abwehr waren wir gut, hätten aber auch unsere einzige Führung am Ende besser verteidigen müssen."
Torhüter mit vielen Paraden
Vor allem in der ersten Halbzeit hat sich der GSV sehr schwer getan. Das erste Tor gelang den Gastgebern erst nach sechseinhalb Minuten zum 1:2 durch Clemens Wetzel. Dass es in der Anfangsphase recht wenige Treffer gab, lag auch an den zunächst vielen Paraden der Torhüter Jurij Benkendorf (Brandenburg) und Denny Alpers, der an seinem 28. Geburtstag am Sonnabend hoch motiviert in die Partie gegangen war. "Allerdings bin ich insgesamt mit meiner Leistung nicht so ganz zufrieden. Ich hatte mir gegen mein ehemaliges Teams mehr vorgenommen."
Alpers, der vor zwei Jahren aus Brandenburg an die Löcknitz wechselte, ärgerte sich zugleich über die vielen Fehlwürfe seines GSV-Teams und die Hektik im ersten Abschnitt. "In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft eine prima Moral bewiesen. So haben wir wenigstens einen Punkt geholt." Damit war auch der Brandenburger Sebastian Ackermann, der bis zur vorigen Saison beim GSV gespielt hatte, zufrieden. "Allerdings ist es zugleich etwas ärgerlich, da wir in der ersten Halbzeit schon mit vier und fünf Toren in Führung lagen."
Der GSV hatte sich auch da schon bis auf 11:12 (25.) herangekämpft, eine doppelte Unterzahl mit nur einem Siebenmeter-Gegentor überstanden, um erneut in größeren Rückstand zu geraten. Und auch dieser wurde wieder aufgeholt, als die Grünheider erstmals beim 18:18 (39.) durch Marcel Otto ausglichen. Nun dachten nicht nur die rund 150 Zuschauer, dass der GSV die Wende schaffen könnte.
Die Gastgeber blieben zwar immer dran, gerieten aber auch wieder mit drei Toren in Rückstand (23:26/53.), ehe Moritz Kraft per Siebenmeter zum 26:26 gut zwei Minuten vor dem Ende ausglich. Und dann gab es die bereits oben beschriebene Dramatik in der letzten halben Minute.
"Wir haben das Momentum einfach nicht auf unsere Seite bringen können", erklärt GSV-Coach Morawetz. "Aber die Moral in der Mannschaft ist top. Sie hat den Abstiegskampf angenommen und wird die nötigen Punkte holen." Weiter geht es für den GSV am 29. Februar mit der Partie beim Schlusslicht VfL Lichtenrade, wo ein Sieg Pflicht sein dürfte.

Statistik

Grünheider SV: Denny Alpers, Tim Justin Reisener – Christoph Genilke 3, Konstantin Büttner 1, David Walaszewski, Marc Schmitz 5, Sören Klünder, Marcus Schwiderski, Marcel Otto 1, Moritz Kraft 8/3, Ray Warnst, Marc Robin Hiesener 7, Clemens Wetzel 2 SV 63 Brandenburg-West: Jurij Benkendorf, Oskar Müller – Magnus Wybranietz 7/6, Max Schößler, Tim Wollweber, Steven Heuer, Felix Meysel 1, Leon Rühlmann, Nick Stenzel, Tom-Angel Mandler, Leroy Fleischer 4, Tom Kryszon 8, Philip Kryszon 5, Sebastian Ackermann 2Schiedsrichter: Paul Mayerhofer, PJan Misselwitz – Siebenmeter: GSV 4/3, SVB 6/6 – Zeitstrafen: GSV 3, SVB 7 (1 Disqualifikation) red