"Spitzenreiter, Spitzenreiter" war lautstark von den GSV-Damen in der Löcknitzhalle zu hören. Nach der Partie am Sonnabendnachmittag waren sie es erneut – zumindest für knapp einen Tag. Denn der SV Union Neuruppin spielte erst am Sonntag und zog nach dem knappen 22:21 bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II – ebenfalls der fünfte Sieg im fünften Punktspiel – wegen der besseren Tordifferenz wieder an den punktgleichen Randberlinerinnen vorbei.
Gastgberinnen spielbestimmend
Diese lagen in der ersten Halbzeit – außer beim 2:2 – ständig gegen den Finowfurter SV, der jetzt Vierter ist, in Führung. In der 19. Minute waren es beim 10:5 sogar fünf Tore Vorsprung. Der schmolz dann aber noch auf zwei Treffer bis zur Pause (13:11). "Wir waren klar spielbestimmend, hatten die besseren Chancen und haben schon ein deutliches Zeichen gesetzt", erklärt der Grünheider Trainer Roman Hawlitzky.
Das ging zunächst im zweiten Abschnitt so weiter. Doch die Finowfurterinnen wollten sich nicht geschlagen geben und glichen  aus (15:15/38.). Und es kam noch schlimmer für die Grünheiderinnen, denn danach erhielten sie kurz hintereinander zwei Zeitstrafen. Das nutzte das Gäste-Team, um beim 16:15 (41.) aus seiner Sicht erstmals in dieser Partie selbst in Führung zu gehen.
Danach blieb es eng, mehrmals ausgeglichen bis zur 54. Minute, als es 21:20 für die Gastgeberinnen stand. Drei Minuten später hatten sie wieder vier Tore Vorsprung (24:20) und gaben diesen auch nicht mehr aus der Hand.
"Die Mädels konnten nach dem Rückstand zum Glück den Schalter wieder umlegen und haben dann nichts mehr anbrennen lassen. Es waren in diesem Spiel auch einige gut herausgespielte Szenen dabei", freut sich Trainer Hawlitzky und schickt ein Lob an Lea Besler hinterher: "Sie hat ihre Sache über linksaußen sehr gut gemacht."
Übrigens haben es die Grünheiderinnen in dieser Saison erstmals überhaupt geschafft, die Verbandsliga Nord anzuführen. "Das Team ist über viele Jahre zusammengewachsen, das zahlt sich jetzt aus", sagt Roman Hawlitzky, der Ronald Rochow als Co-Trainer an seiner Seite hat.
Und am Sonnabend wollen sich die Frauen des Grünhei-der SV den nächsten Sieg holen. Da müssen sie ab 19 Uhr bei Schlusslicht HSV Bernauer Bären antreten.

Aufstellungder Gastgeberinnen

Grünheider SV:Maria Walaszewski –  Nele Wedehase 4, Kristin Rothe 3, Sandra Pohle, Anne-Kathrin Rochow, Louisa Barke 2, Anne Malzahn 2, Lea Besler 3, Mayreen Genterczewsky 5/4, Juliane Starke, Lena Pfeil 2, Frederike Wunsch 1, Lisa Hettler 3Schiedsrichter: Armin Beber, Pascal Ryll – Siebenmeter: GSV 5/4, FSV 9/7 – Zeitstrafen: GSV 6, FSV 4