Er könne seinem Team keine Vorwürfe machen, auch wenn durch Unkonzentriertheiten im Abschluss doch etliche Chancen ungenutzt blieben. "Die Mannschaft lebt, hat einen großen Teamgeist und stand vor allem prima in der Deckung vor einem guten Torwart Denny Alpers", erklärt des GSV-Coach. "Wir nehmen alles mit, was wir bekommen können. Der eine Punkt könnte am Ende noch wertvoll werden. Eines steht fest: Dem GSV wird in der Oberliga nichts geschenkt."
Hektik und Kampf prägen Partie
Alexander Schwabe, der Trainer des BFC Preussen, freute sich über den Auswärtspunkt. "Ich denke, in dieser Partie konnte keiner Handball-Ästhetik erwarten. Hektik, Kampf und einige eigenwillige Schiedsrichter-Entscheidungen kennzeichneten das Spiel. Wir hätten aus unserem Überzahlspiel deutlich mehr machen müssen."
Dabei hatten die Gäste aus Berlin von Beginn an mit robuster Abwehrarbeit klar gemacht, dass sie keine Geschenke verteilen wollten. Bis zur sechsten Minute lagen sie mit 3:0 in Führung, ehe Marc Schmitz nach 6:05 Minuten das erste Tor für die Gastgeber überhaupt gelang. Doch dann legten die Grünheider in den folgenden knapp sechs Minuten einen Lauf hin und gingen mit 6:3 in Führung.
Auch beim 8:5 (18.) hatte der GSV noch drei Tore Vorsprung, ehe der BFC zum Ausgleich kam (9:9/27.) und in den Schlussminuten der ersten Halbzeit wieder selbst in Führung ging. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts spielten die Grünheider in doppelter Überzahl, doch da gelang nur ein Siebenmetertor durch Tom Griebsch zum 11:12, ehe die Gäste den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellten. Danach gab es fast sechs Minuten überhaupt keinen Treffer, aber eine doppelte Zeitstrafe für den GSV, die er unbeschadet überstand.
In der Folge gelangen Ausgleich (13:13/39.) und sogar einige Führungen. Nach dem 17:16 (49.) spielten die Grünheider erneut mit sechs gegen vier Akteure, erhöhten auf zwei Tore Vorsprung und führten nach 53 Minuten mit 20:17. Doch dass dies noch kein Ruhekissen sein konnte, hatte sich schon zuvor im Spielverlauf angedeutet mit Gezerre, derbem Zupacken in der Abwehr sowie guten Torhüterleistungen auf beiden Seiten.
Auch die "Mauer von Grünheide", wie der Hallensprecher GSV-Keeper Alpers oft nach seinen Paraden bezeichnete, konnte nicht verhindern, dass die Berliner noch dreimal zum 20:20-Endstand trafen. Nach dem 20:19 (57.) warfen die Gastgeber an den Pfosten, ehe der BFC ausglich und dem GSV kein Tor mehr gelang
Der Grünheider SV hat als Elfter jetzt vier beziehungsweise  fünf Zähler Vorsprung vor den Plätzen 14 und 15 und liegt weiter vier Punkte hinter dem achtplatzierten BFC zurück. Die Männer von der Löcknitz haben jetzt knapp zwei Wochen Zeit, um sich auf das Heim-Derby am 25. Januar gegen den MTV Altlandsberg vorzubereiten, der am Sonnabend 22:25 beim Ludwigsfelder HC verlor und jetzt Fünfter ist.

Statistik


Grünheider SV: Denny Alpers, Tim Justin Reisener, Hendryk Büttner – Christoph Genilke 1, Konstantin Büttner 2, David Walaszewski, Marc Schmitz 3, Marcus Schwiderski, Marcel Otto, Moritz Kraft 3, Marc Robin Hiesener 1, Clemens Wetzel, Tom Griebsch 10/4BFC Preussen: Julien Groenendijk, Jan-Nicolas Heinze – Thomas Pahlen 2, Maximilian Bachmann 2, Daniel Blankenstein, Mark Dittmann, Nino Küntzel, Thiemo Lautz, Nils Bannicke 2, Philipp Klein, Lionel-Pascal Baensch, Nils Moritz Weber 8/5, Patrick Hanisch 6, Philipp Köppen

Schiedsrichter: Sven Aepinus, Volker Kalthoff – Siebenmeter: GSV 4/4, BFC 5/5 – Zeitstrafen: GSV 6 (1 Disqualifikation), BFC 6 – Zuschauer: 151 RH