Der Grünheider SV hat als Tabellenführer mit einem Spiel weniger fünf Punkte mehr als der neue Zweite HSV Falkensee und sechs als die OSG-Fredersdorf-Vogelsdorf, die überraschend ihr Heimspiel gegen den SV Eichstädt mit 26:27 verloren hatte. Und der Tabellensiebte erwartet am Sonnabend, ab 18 Uhr, den Spitzenreiter.
"Wir sind also gewarnt und werden wie immer mit voller Konzentration in das Spiel gehen", sagt GSV-Coach Ronald Rochow, der sich über den Sieg gegen Dahlewitz freute. "Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir am Ende deutlich gewinnen, unsere Siegesserie fortsetzen und den Vorsprung in der Tabelle ausbauen, da zwei unserer Verfolger patzten. Doch wir sind noch nicht durch und müssen in den verbleibenden sechs Partien voll bei der Sache sein."
Gegen Dahlewitz konnte der Trainer aus einem vollen Kader von 14 Spielerinnen schöpfen. Dabei wurden auch mit Emilia Petereins (1 Tor) und Julia Hülse zwei junge Akteurinnen aus der Zweiten eingesetzt, die dabei wertvolle Verbandsliga-Erfahrungen sammelten. Jana Szperlinski, die nach einer Babypause Ende vorigen Jahres ins Training zurückgekehrt war, bekam diesmal eine längere Einsatzzeit und warf gleich drei Tore. Ins Schwarze trafen insgesamt elf Grünheiderinnen, wobei Christin Boenig mit sieben Treffern, davon vier Siebenmeter, erfolgreichste Werferin war.
Sie hatte auch das 1:0 erzielt. Danach taten sich die Gastgeberinnen schwer und gerieten mehrmals in Rückstand. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe sie erneut vorn lagen (6:5). Doch von da an zogen die Gastgeberinnen ihr Ding durch und bauten die Führung kontinuierlich aus. So stand es bereits zur Halbzeit 14:7.
Starke Abwehr als Grundstein
"Aus einer starken Abwehr heraus haben wir taktisch klug gespielt und eine souveräne Leistung abgeliefert", erklärt Ronald Rochow. "Nun brauchen wir noch zwei, drei Siege, damit unser großer Traum von der Meisterschaft wahr wird."
Egal wie es kommt, der Blick geht schon voraus. "Auch wenn wir jetzt sehr erfolgreich spielen, suchen wir für die neue Saison Verstärkungen. Mit zwei Teams wollen wir in Grünheide langfristig erfolgreichen Frauen-Handball etablieren", sagt der Trainer.
Grünheider SV: Maria Walaszewski, Wiebke Fabig – Kristin Rothe 3, Sandra Pohle 2, Juliane Diederitz 1, Emilia Petereins 1, Jana Szperlinski 3, Tanita Teske 1, Louisa Barke 1, Christin Boenig 7/4, Julia Hülse, Anne Malzahn 2, Juliane Starke 2, Frederike Wunsch 4
Schiedsrichter: Steffen Kaußmann, Michael Schröter – Siebenmeter: GSV 4/4, BWD 5/4 – Zeitstrafen: GSV 0, BWD 3