Zwei Geschosse soll der Bau haben. Und es soll nun unter anderem zusätzliche Umkleide- und Sanitärräume geben, Büros und einen Vereinsraum mit Bar und Küche. Soweit die Vorstellungen, die die Verwaltung vorgelegt hat. Die Gemeindevertreter stimmten auf Antrag von Fritz Viertel (Linke) zusätzlich dafür, dass ein Therapiebecken geplant wird.
Schwimmbad nicht im B-Plan
Die Diskussion dazu verlief kontrovers, auch, weil zunächst unklar blieb, welche Ausmaße das Becken haben soll. "Es geht nicht um ein 30-Meter-Becken, sondern um etwas, das die Leute auch im Garten haben", stellte Linken-Fraktionschef Viertel klar. Bürgermeister Ralf Steinbrück (SPD) berichtete, dass sich Senioren im Ort ein kleines Schwimmbad wünschen. "Die Sportler wollen ein Zwei-Meter-Becken, etwas, in das sie nach dem Spiel ihre Füße hängen können. Damit habe ich keine Probleme, auch wenn ich so etwas eher aus der Bundesliga kenne als aus der Landesklasse Ost." Der Bau eines Schwimmbeckens aber sei weder Teil der Machbarkeitsstudie für das Haus des Sports noch des Bebauungsplans (B-Plan).
"Ich würde mir ein Schwimmbad wünschen, aber wir können es uns nicht leisten", verwies Martin Berlin (Schöneicher Liste) auf die Finanzen. Peter Pohle (FDP) warb dagegen um Zustimmung: "Wir sollten zukunftsorientiert denken." Philipp Zeschmann (Unabhängige Bürger Schöneiches) widersprach. Schön-eiche müsse in absehbarer Zeit den Grundschulausbau stemmen, ohnehin sei die Haushaltslage wegen Corona angespannt. "Ein solcher Beschluss wäre reines Wünschdirwas." Auch Stefan Brandes (Grüne) meldete Bedenken an: "Wir wissen vorher schon, dass es teurer wird. Das Becken verteuert auch die Planung und verlängert sie." Karin Müller (SPD) sagte: "Die SPD kämpft schon lange um das Haus des Sports. Es wäre schade, wenn wir uns wegen des Therapiebeckens zerstreiten." Sie verwies aber auch darauf, dass so eine Anlage unterhalten und betrieben werden muss.
Überdimensionierte Badewanne
Nach ihren Vorstellungen gefragt, hatten die Germania-Fußballer ein Regenerationsbecken ins Spiel gebracht. Das könne man sich wie eine überdimensionierte Badewanne vorstellen, sagt Vorstand Jens Wiedenhöft. Es gehe um die Entspannung der Muskulatur nach Spiel oder Training und damit auch um Verletzungsvorbeugung. Ein Therapiebecken lasse sich dafür natürlich auch nutzen. Vor allem ist Wiedenhöft aber froh, dass Bewegung in das Projekt Haus des Sports gekommen ist. "Wir sind jetzt einen ganzen Schritt weiter."

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