Mit dem Aufstellen von sieben mobilen Komposttoiletten an Stränden und Spielplätzen hat Grünheide in diesem Sommer ein Experiment gestartet. Nach einer ersten Einschätzung von Ordnungsamtsleiter Nico Bauermeister ist dieses nicht wirklich gelungen.

Nicht robust und sauber genug

Die Häuschen sind wenig robust, wirken damit nicht sehr diskret und auch die Handhabung, zu der nach dem Toilettengang die Gabe von Spänen in den Tank gehört, hat in puncto Sauberkeit nicht den gewünschten Effekt erzielt. „Wir werden wohl zu mobilen Chemie-Toiletten zurückkehren“, sagt Bauermeister. Allerdings werden dafür die Standorte noch einmal ertüchtigt. Wo es nötig ist, sollen Wegplatten oder ähnliches für einen festen Stand sorgen. „Für den Peetzsee-Strand ist ohnehin eine dauerhafte Lösung wie am Spreecurry in Hangelsberg vorgesehen“, verweist der Amtsleiter auf ein Vorhaben, das im Zuge des neuen Domizils für die Rettungsschwimmer mit umgesetzt werden soll.

Komposttoilette kommt nicht gut an

Die Entscheidung gegen die Toiletten deckt sich mit der Reaktion der Nutzer. „Ich mach hier mein schönstes Urlaubsfoto“, sagte unlängst lachend ein Mann mit sächsischem Dialekt am Peetzsee-Strand, der im Vorübergehen sein Smartphone zückte. Auch beim Treff des Eltern-Kind-Zentrums auf dem Spielplatz an der Spreeauer Feuerwehr gab es wenig Begeisterung. Die Meinung hier: Eine mobile Kompsttoilette an sich sei eine gute Idee, die Umsetzung aber nicht gelungen. Das nur von Planen und mit viel Frischluft von oben ausgestattete stille Örtchen sei alles andere als still. Und das Angebot an sich wenig einladend.