Am Sonnabend war Falkenberg in der Schöneicher Kulturgießerei zu Gast; er stellte Lieder von seinem neuen Album „Im leisen Verschwinden der Landschaft“ vor. Er schlug nicht nur in seinen Liedern nachdenkliche Töne an. Monatelang hatte Ralf Schmidt, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, nicht auftreten dürfen – so wie seine Berufskollegen auch. „Man darf zum Fußball, man darf nach Malle, nur singen darf man nicht“, sagte er. „Singen ist toxisch, das verstehe ich nicht.“
Aber nicht nur die pandemiebedingte Zwangspause macht dieses Jahr für ihn zu einem besonderen Jahr: Ralf Schmidt feiert sein 50. Bühnenjubiläum und seinen 60. Geburtstag. Bereits als Zehnjähriger stand er in der Oper Halle auf der Bühne, mit der Band „Stern Meißen“ gehörte er in der DDR zu den Pop-Stars. Als Solist zeigt er mit seinen Songs, was nicht stimmt im Land und mit der Gesellschaft – und trifft damit auch heute den Nerv seiner Zuhörer.

Saal mit 50 Plätzen ausverkauft

Die 50 Plätze im Saal waren ausverkauft. Beate Simmerl, die Geschäftsführerin der Kulturgießerei, freute das sehr. „Endlich geht es mit den Konzerten, Filmen und Lesungen wieder los – und die Leute kommen auch wieder“, sagte sie. Für das folgende Konzert von Christian Haase am Freitag, 20 Uhr, gibt es noch ein paar Restkarten (im Vorverkauf 20 Euro).