Erst hielten sich die Kinder die Ohren zu, als die „Samba-Kids“ ihre Trommeln anschlugen. Aber der schweißtreibende und rhythmische Auftritt der sieben jungen Musiker aus Köpenick, die am Sonnabend zum dritten Mal bei der Kageler Veranstaltung „Klang und Licht“ zu Gast waren, hat die Jüngsten dann schnell mitgerissen.
Jascha zum Beispiel, der am Montag seinen vierten Geburtstag feiert, war gar nicht mehr zu halten und begleitete den Auftritt der Musiker mit den brasilianischen Rhythmen mit begeisternden Zuckungen auf dem Dorfplatz. „Das macht ihm Spaß, weil es eben Bewegung ist“, sagte Papa Christian Hübner achselzuckend am Rand der Veranstaltung. Wie jedes Jahr zog sie auch in der 14. Auflage womöglich mehr Menschen auf den Kageler Dorfplatz als der Grünheider Ortsteil Einwohner hat.
Nicht nur die Jüngsten zeigen sich angetan. Obwohl Klang und Licht nicht umsonst einst von Jugendkoordinatorin Karin Meinharth aus der Taufe gehoben wurde und auch am Sonnabend der derzeitige Koordinator, Martin Wiegold, durchs Programm führte, sitzen Jahr um Jahr auch viele Erwachsene aller Altersgruppen, einschließlich Senioren, auf dem Dorfplatz und genießen das Ambiente. „Das ist Pflicht, wir sind jedes Jahr hier“, sagte – nicht als einziger –  Winfried Gutsche.
Schon zu Beginn des Programms stieß die Akrobatik-Show von Josefine Friederike Seufzer aus Berlin auf viel freundlichen Applaus. Die gebürtige Zwickauerin war durch Vermittlung einer Freundin in Kontakt mit den Organisatoren gekommen und gefiel mit einer Mischung aus Jonglage und Varieté. Aber weder sie, die Samba-Kids mit ihren beiden Auftritten noch die zwischendurch spielende Coverband hielten die Gäste besonders stark davon ab, die Dorffest-Plauderei an Biertischen und -bänken einzustellen.
Das gelang, bei deutlich fortgeschrittener Dämmerung, wenn die Beleuchtung stärker zum Tragen kommt, der „Classic meets Rock“-Band „Jump“, und zwar von der ersten Sekunde ihrer Bühnenshow an. Die drei jungen Damen in knappen und glitzernden Kostümen begleiteten lautstark eingespielte Musik verschiedenster Stilrichtungen mit ihrem Live-Spiel auf zwei Violinen und einem Cello. Los ging’s mit Hardrock-Klassikern wie „The Final Countdown“ oder „Smoke on the Water“, später kamen auch Country und Mozarts „Kleine Nachtmusik“.