Der Landkreis wird als Gesellschafter aus der Entwicklungsgesellschaft Stienitzsee GmbH aussteigen - und verzichtet dabei auf den Nennwert seiner Beteiligung. Damit haben sich die Kommunen durchgesetzt. Sie werden die Anteile übernehmen. Es sei nicht gelungen, das eingesetzte Kapital zurückzuerhalten, sagte Landrat Manfred Zalenga vor dem Kreisausschuss am Mittwoch, denn die Gesellschaft besitze kein Vermögen.
Den Beschluss zum Verkauf der Anteile hatte der Kreistag schon 1999 gefasst. Er war aber nie durchgesetzt worden, weil niemand die Gesellschafteranteile in Höhe von 15 000 D-Mark kaufen wollte.
Gemeinden nutzen Gesellschaft weiter
Zu den Gesellschaftern gehören die Gemeinden Rüdersdorf, Fredersdorf-Vogelsdorf, Woltersdorf und Schöneiche. Sie hatten bereits auf der Gesellschafterversammlung beschlossen, die Geschäftsanteile des Kreises für den symbolischen einen Euro zu übernehmen. Der Kreis begründet seinen Austritt aus der Entwicklungsgesellschaft damit, dass keine Notwendigkeit mehr bestehe. Am 20. Juni soll der Kreistag dazu einen Beschluss fassen, der Kreisausschuss stimmte am Mittwoch bereits zu.
Die Entwicklungsgesellschaft war Anfang der 90er-Jahre gegründet worden, um Maßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt durchzusetzen. Die Gemeinden wollen die Gesellschaft weiterhin für ihre Zwecke nutzen, hieß es. In Woltersdorf ist zum Beispiel eine Beschäftigte der Gesellschaft jetzt in der Alten Schule als Ansprechpartnerin für Touristen tätig, andere Beschäftigte haben voriges Jahr Wanderwege-Schilder an der Löcknitz erneuert.