Die Liebesquelle in Woltersdorf hat sich erholt. "Sie tropft wieder", verkündet Jürgen Felte vom Initiativkreis. Auch die Trinkwasser-Entnahmestelle der Quelle ist angestellt. In Schöneiche startet der Spreewaldkahn in die Saison, im Kinderbauernhof werden Eier im Kaninchenstall versteckt und in Woltersdorf rollen sie vom Kirchberg.
Es sind nur Tröpfchen - aber immerhin: Sie beweisen, dass die Woltersdorfer Liebesquelle nicht endgültig versiegt ist. "Man kann den Tropfen beim Fallen zusehen", sagt Jürgen Felte freudig. Er gehört zu dem Initiativkreis, der im vergangenen Jahr erreicht hat, dass die Quelle zumindest mit Leitungswasser gespeist wird und somit als öffentliche Trinkwasser-Entnahmestelle dienen kann. Im Winter war auch dieser Hahn abgedreht, damit die Leitungen nicht kaputt frieren.
Zum Osterfest hat Jürgen Felte das Wasser wieder angestellt. Vor wenigen Tagen war das Okay des Gesundheitsamtes eingegangen. "Die Laborergebnisse liegen vor, das Wasser ist einwandfrei", sagt Christian Ohlrich vom Woltersdorfer Bauamt. Die Quelle unter dem Metallkäfig ist nun bis Mitte Oktober, täglich von 8 bis 20 Uhr, geöffnet. In der Nacht von Ostersamstag zu Ostersonntag bleibt die Anlage ebenfalls auf. "Es gibt vielleicht Leute, die sich dort Osterwasser holen wollen", sagt Jürgen Felte.
Im Kleinen Spreewaldpark in Schöneiche beginnt zu Ostern die Kahn-Saison. Am Donnerstag schöpfte Karl-Heinz Bethke den frisch reparierten, originalen Spreewaldkahn leer. "Anfang der Woche hatten wir das Wasser im Kanalsystem abgelassen, um an Flachstellen den Schlamm zu entfernen", sagt Wolfgang Cajar. Er ist der Vorsitzende des Schöneicher Naturschutzaktivs, das den Park betreibt. Am Donnerstag dann öffneten Park-Mitarbeiter Detlef Forker und seine Kollegen das Wehr, um die Kanäle zu füllen.
Nun können Bernwart Machnik und Karl-Heinz Bethke den Kahn wieder durch das 800 Meter lange Wasserstraßennetz staken. Acht Erwachsene oder zwölf Kinder dürfen sie mit auf ihre 20-minütige Tour nehmen. Der Kahn fährt Ostersonntag und -montag, von 14 bis 17 Uhr, durch die erwachende Natur. An den Wegesrändern steht das Wunderlauch knackig und grün. "Seit es raus ist, darf es bei mir an keinem Mittag und Abendessen fehlen", schwärmt Wolfgang Cajar von der würzigen "Schwester des Bärlauch". Wenn sich Parkbesucher ein kleines Sträußchen pflücken, hat er nichts dagegen.
Etwas finden können auch die Gäste, die am Ostersonntag den Kinderbauernhof in Erkner besuchen. Ab 10 Uhr wird dort zur Ostereiersuche eingeladen. Zu den besonderen Attraktionen gehören auch in diesem Jahr die Verstecke im Kaninchenstall. Außerdem können Kinder basteln und reiten. Am Sonnabend und Montag hat der Kinderbauernhof von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Bauernhof befindet sich im Wiesenweg 5.
Am Montag dürfen die Eier dann in Woltersdorf, von 14 bis 16 Uhr, um die Wette vom Kirchberg gerollt werden. Der Verein Kulturhaus Alte Schule veranstaltet den lustigen Wettbewerb zum zweiten Mal. Über 100 bunte Eier hält der Verein als "Sportgeräte" bereit. Auf den Gewinner wartet ein kleiner, süßer Osterhase.