Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit einem von Fidus geschaffenen Mittelrelief war Dreh- und Angelpunkt der Feierlichkeiten 2018, als sich der Geburtstag des Künstlers und Lebensreformers zum 150. und sein Todestag zum 70. Mal jährte. Vielen Woltersdorfern wollte es einfach nicht in den Kopf, dass die Erinnerungsstätte in der Schleusenstraße verfiel und damit verloren zu gehen drohte. Nach zähem Ringen konnte sie 2017 wieder eingeweiht werden. Damit war der Auftakt für die Jubiläumsferlichkeiten gegeben, wie sich die Vereinsvorsitzende Gisela Schuldt erinnert.
Ausstellungen erarbeitet
Im Jahr darauf folgten Ausstellungen zu Fidus, gestaltet vom Verschönerungsverein, dem Kulturkreis der evangelischen Kirchgemeinde und  dem Verein Alte Schule. Dessen Mitglied Manfred Schiemann hatte die Idee, das Jubiläumsjahr zu dokumentieren. Diese Aufgabe übernahm Bärbel Kawretzke-Hähner, die Schriftführerin des Verschönerungsvereins. Erst im Laufe der Arbeit habe sie festgestellt, wie umfangreich das Material ist, berichtet die promovierte Germanistin, die betont, dass das zwölfte Woltersdorfer Heft das Resultat der Arbeit vieler ist – ihren Anteil möchte sie nicht herausgestellt sehen. Da sei vor allem Vereinschefin Schuldt, die mit ihrer Hartnäckigkeit großen Anteil daran habe, dass das Denkmal saniert wurde und nun auch das Heft erscheinen konnte. Die derart Gelobte verweist auf die Vereinsschatzmeisterin Brigitta Viete, die "mit unheimlichem Aufwand" immer die auch für Feierlichkeiten und Veröffentlichung  notwendigen Finanzen im Blick gehabt habe. Besonderen Anteil an den Feierlichkeiten und damit daran, dass das Heft erscheinen konnte, hätten auch Angelika Bandelier als Layouterin, Norgard Kreiser, Elke Gruser, Elke Leetz, Siegfried Kober und Wolfgang Funkhauser.
Viele Helfer und Spender
Gisela Schuldt spricht von vielen Beteiligten und hebt auch die Spendenbereitschaft der Woltersdorfer hervor. Ohne diese Unterstützung wäre dem Verein mit seinen 144 Mitgliedern vieles nicht realisierbar. Und die Vereinsmitglieder: Alle stünden hinter dem Projekt, sodass der Druck überhaupt erst möglich geworden sei. Das Woltersdorfer Heft Nummer 12 ist Teil einer Reihe, in der es unter anderem auch schon um den Woltersdorfer Sportverein, die Schifffahrtgeschichte des Ortes und die Bodenreform gegangen ist. Was nun den Fidus-Dreiteiler betrifft, lasse sich jedes Heft auch für sich lesen, sagt Bärbel Kawretzke-Hähner. "Aber erst alle drei vermitteln dem ein Bild, der verstehen will, wer Fidus ist."
Das Woltersdorfer Heft ist im Heimatmuseum, in der Buchhandlung Hoffmann, Rudolf-Breitscheid-Straße, sowie in der Alpha-Buchhandlung im Krankenhaus erhältlich. Der Verschönerungsverein will es auch via Homepage anbieten. Je Band 5 Euro, alle drei 12 Euro.