Seine Lounge-Musik mit einem Hauch aus Jazz, Blues und Reggae überzeugte die Jury. Rose, 32 Jahre jung, nutzt dabei eine beeindruckende Technik. Er nimmt während des Konzertes die Klänge seiner Instrumente auf, spielt die Aufnahme sofort wieder ab und reichert sie mit immer neuen Tönen an. Bis zu drei Spuren gleichzeitig kann er abspielen.
Standen im Halbfinale in einer Saturn-Filiale noch neun Teilnehmer auf der Bühne, waren es im Finale nur noch drei Bands. Doch der Auftritt hatte es in sich - wegen Gewitters wurde das Open-Air-Konzert in eine feuchtwarme Therme verlegt. "Ich hatte vorher keinen Nerv mehr. Kurz vor einer Show bin ich künstlerisch in meiner Welt", gesteht Rose. Die riesige Geräuschkulisse des laufendem Badebetriebs jagte ihm etwas Angst ein. "Wie kann man den dort überzeugen?", fragte er sich. Es gelang.
Nun sitzt Rose wieder in seinem Schöneicher Probenkeller. Warengutscheine für Saturn und die Therme gehören zu seinen Preisen. "Mein schönster Gewinn ist aber, dass ich zum Sender eingeladen bin und wir über eine Zusammenarbeit reden wollen", sagt der junge Mann. Seit Ende 2014 ist er hauptberuflich Musiker, hängte seinen sicheren Job als Qualitätsmanager in einem Krankenhaus dafür an den Nagel. Im Moment läuft es gut. Am 15. August spielt Rose im Ostseebad Heringsdorf, am 22. im Bürgerhaus Zernsdorf, am 28. beim großen Picknick in Schöneiche und am 5. September in Bad Saarow.