Die Hoffnung war groß, und nun hat es tatsächlich geklappt. Rund 240 Kinder und viele Erwachsene hatten sich in den vergangenen Jahren an der Verschönerung des Eingangs des Kleinen Spreewaldparks in der Brandenburgischen Straße beteiligt. Unter Anleitung der Künstlerin Erika Doberstein fertigten sie Skizzen als Vorlage für Keramik-Rohlinge, die dann gebrannt und später Teil der beiden "Dinomaurier" wurden, die über dem Parkeingang thronen. Viele Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren nahmen bei Erika Doberstein an einwöchigen Kursen teil. Jetzt erntet die Nachbarschaftsinitiative den verdienten Lohn.
"Mal schauen, was wir mit dem Preisgeld machen", sagt Birgit Schürmann vom Schöneicher Naturschutzaktiv, das das Projekt mitorganisiert. "Ein großer Teil davon geht sicher an Frau Doberstein, die sich sehr engagiert hat und bisher kaum Geld dafür erhalten hat." Außerdem seien weitere Mittel nötig, um die 1993 begonnene Arbeit irgendwann einmal zu Ende zu bringen. "Mit dem, was bisher geschaffen wurde, bin ich sehr zufrieden. Und dass die beiden Dinos viele Leute in den Park ziehen, das habe ich schon oft beobachtet", sagt Birgit Schürmann.
Die Idee, sich an dem Wettbewerb, der den etwas missverständlichen Titel "Schönste Straße Deutschlands" trägt, zu beteiligen, hatten das Naturschutzaktiv und sein Vorsitzender Wolfgang Cajar. Zunächst gab es von den Ausrichtern, dem Hamburger Netzwerk Nachbarschaft und dem Hagebaumarkt, eine Anerkennungsprämie in Höhe von 200 Euro. Nun wurden die Schöneicher unter 115 Bewerbungen zusammen mit neun weiteren Initiativen zum Sieger bestimmt.
Die anderen ausgezeichneten Projekte sind zum Beispiel ein Gemeinschaftsgarten aus München, eine Begrünungsaktion aus Ziegendorf in Mecklenburg-Vorpommern, der Bau einer Begegnungsstätte im nordrhein-westfälischen Häger und von Spielplätzen im niedersächsischen Stiepelse. Dort schmückten die Anwohner ihre Straße zusätzlich mit handbemalten Säulen. Auch noch weitere Kunstaktionen wurden ausgezeichnet, so zum Beispiel im niedersächsischen Schortens, wo Nachbarn ein leerstehendes Haus, Bäume und Bänke in ihrer Straße "einstrickten". In der Jury saßen unter anderem ein Architekt und eine Soziologin. Der Sänger Mike Krüger und Zeichner Janosch unterstützten den Wettbewerb.