Das Antlitz der Müggelspree hat sich im Raum Hangelsberg deutlich verändert. Standen bis vor wenigen Woche noch zahlreiche Hybridpappeln an dem Flusslauf Spalier, sind sie jetzt verschwunden. Der Wasser- und Landschaftspflegeverband WLV), der sich im Auftrag des Landes um das Gewässer kümmert hat am Ufer insgesamt 30 Bäume entfernt. Die Gehölze waren überaltert, sehr hoch gewachsen – was zur ungewollt starken Verschattung führt – und von Bibern angefressen. Letzteres hat ihre Standfestigkeit eingeschränkt, so dass es sie vor allem aus Fragen der Sicherheit entfernt werden mussten. Wie WLV-Geschäftsführer Thorsten Weidner auf Nachfrage sagte, seinen einige hohle Stümpfe stehen geblieben, um Insekten und anderem Getier Unterschlupf zu bieten.

Berkenbrück/Fürstenwalde

2500 Eichen bekommen neuen Schutz

Während also abermals nicht heimische Bäume vom Flussufer verschwunden sind, werden derzeit – ebenfalls entlang an der Spree – hochstämmige Eichen gepflanzt. In Raum Hangelsberg waren es am Montag 21 Stück. Sie alle erhalten einen massiven Drahtschutz, der in erster Linie zur Abwehr des Bibers dient. Zudem muss bei vielen Eichen, die in den Vorjahren mit solchem Verbissschutz versehen wurden, derselbe erneuert werden. Mit ihrem Wachstum haben die Bäume an Dicke zugenommen, so dass der Biber nicht mehr wirksam abgewehrt werden kann und sie erneut gefährdet sind. Insgesamt, so erläutert Weidner, bekommen im Auftrag und auf Kosten des Landes 2500 Eichen zwischen großer Tränke und Mündung in den Dämeritzsee einen neuen Schutz.