Friedo kommt schnell ins Erzählen. Kein Wunder, er war mal bei den Berliner Verkehrsbetrieben BVB und - nach der Wende - BVG. Allerdings, eine S-Bahn fuhr er nie, sondern immer, 32 Jahre lang, Straßenbahn. Erst in Cottbus, ab 1986 in Berlin. Er habe sich sogar mal verfahren, sagt er. Aber das ist eine andere Geschichte. Heute lässt er nur noch zu Hause die Modelleisenbahn rollen.
Deshalb gefiel ihm, dass in der großen Halle eine aufgebaut war, rund 40 Meter lang. Der Berliner Verein Weinbergsweg hatte sie mitgebracht und sorgte mit den ICE- und Dampflok-Zügen auf H0-Spur für große Augen vornehmlich bei kleinen Leuten. Mancher sah aber auch von Oben herab auf das Geschehen: Zwei Straßenkünstler liefen auf Stelzen effektvoll als Topfpflanze und Garten-Elf durchs Publikum. Doch die echten Bahnfans hatten nur Augen für Technik, für Nieten und Fahrgestelle.