Eines der zentralen Themen von Diskussionsleiterin Katrin Fleischer, scheidende Leiterin der Alten Schule: Wie fühlen sich junge Leute hierzulande? „In Erkner gibt es das Heimatfest, das Lichterfest und vieles andere. Das gefällt mir“, sagte die 13-jährige Celine. „Ich mag Erkner, ich bin hier groß geworden, es ist aber nicht mehr so schön, weil es voll die Stadt geworden ist“, ergänzte Anni, ebenfalls 13 Jahre alt und wie Celine Morus-Oberschülerin.
Es gebe viel zu wenig Natur inzwischen, fand auch Sarah. „Wir stressen uns zu viel“, ergänzte Celine. Woltersdorfs Jugendamtsleiterin Jenny Loponen warb dafür, genau das auch einmal sein zu lassen: Das Handy unbeachtet zu lassen, Druck auch einmal zu widerstehen. „Wir machen uns sonst damit kaputt.“ Philip, künftiger Sprecher des Woltersdorfer Jugendbeirats, berichtete von überlangen Schultagen, die kaum persönlichen Freiraum ließen.
Gerade der sei wichtig, sagte Jugendsozialarbeiter Markus Wendt. Jugendliche bräuchten Freiräume, um ihre Identität finden zu können. Solche Freiräume versucht Lehrerin Anke Elster, ebenfalls in der Runde und an der Ausstellung beteiligt, ihren Schülern an der Morus-Oberschule unter anderem im Kunstunterricht zu verschaffen.
Freiheit ist wichtig für René Behrendt, Sänger der Gosener Punkband Abbruch. „Nehmt euch endlich diese Freiheit“, heißt es in einem seiner Lieder. Für den Sänger  bedeutet das auch, ein Leben zu führen, in dessen Mittelpunkt auf jeden Fall nicht das Geld steht.