Zu diesem Zeitpunkt wird der Seniorenbeirat wohl noch formal im Amt sein, erwartet Hannelore Taubert. Zwar muss er von der Gemeindevertretung, die am 25. Mai neu gewählt wird, auch neu berufen werden - aber das dürfte bis dahin kaum vollzogen sein. Das Profil der drei Veranstaltungen ist erneut so, wie es bei manchen Woltersdorfer Gemeindevertretern vom Neubeginn des Seniorenbeirats vor zwei Jahren an auf Kritik gestoßen ist: relativ stark an den kulturellen Interessen der älteren Bevölkerung orientiert.
Angemahnt wurde wiederholt mehr Beratung der Gemeindevertretung in Seniorenfragen. Hannelore Taubert verweist darauf, dass es nicht am Beirat gelegen habe: Man habe wiederholt Anregungen von Senioren weitergegeben. "Das sind dann meist sehr handfeste Themen wie fehlende Sitzbänke oder Übergänge", sagt sie. Zum anderen hat Beirats-Mitglied Christiane Karlsen-Mougios, die schon im ersten, vor knapp 20 Jahren gegründeten Beirat dabei war, gerade mal ihre Erinnerungen an die damalige Zeit aufgeschrieben - und zumindest daraus geht nicht hervor, dass die Tätigkeit so viel anders gewesen ist.
Größtes Ärgernis für Hannelore Taubert ist weiterhin, dass ihr Wunsch nicht erfüllt wird, die Beiratsmitglieder mit Sitzungsgeldern auszustatten und damit den sachkundigen Einwohnern in den Ausschüssen gleichzustellen. Hannelore Taubert weiß aber auch, dass zum Beispiel in Erkner die Seniorenbeiräte solche Sitzungsgelder nicht erhalten.