Es beginnt mit dem "Brummer". So nennen Mila und ihre Mutter eine Fliege, die die am Computer arbeitende Mutter nervt. Deshalb wird das Tierchen mit der Fliegenklatsche erledigt. Mila ist ein kleines, aufgewecktes Mädchen, das mit einer Puppe dargestellt wird und dessen Stimme von Saskia Mohn gesprochen wird, die zugleich die Mutter spielt. Mila ist neugierig und will wissen, was das bedeutet, dass der Brummer nicht mehr lebt: "Ist das so wie Schlafen?", fragt sie. "Niemand weiß wirklich ganz genau, was nach dem Tod geschieht", antwortet die Mutter.
In dem 40-minütigen Stück wird das Thema im Dialog von Mutter und Tochter auch noch in Bezug auf eine Nachbarin durchgesprochen. Zwischendurch gibt es immer mal wieder auch was zu lachen, und von Julia de Boor live gespielte Cello-Musik schafft Übergänge, überbrückt kleine Umbauten, drückt aber auch wechselnde Stimmungen aus.
Nach etwa einer halben Stunde wendet sich das Stück dem titelgebenden Hasen des kleinen Mädchens zu, den Mila auf einmal in seinem kleinen Käfig nicht mehr finden kann. Inszeniert wird ein feierliches Begräbnis, zu dem Milas Mutter nicht nur eine Mohrrübe als Proviant mitgebracht hat, sondern auch den von Mila viel mehr geschätzten Käsekuchen.
Rund 40 Kinder von der Freien Schule und dem Hort Entdeckerland der christlichen Kita haben die Aufführung am Dienstagnachmittag im Kulturcafé genannten Raum in der Alten Schule verfolgt - teils kichernd und Scherze machend, teils unruhig, aber auch mit vielen sehr ernsten und vom Bühnengeschehen gebannten Blicken. Nach der Vorstellung tauschen sich die Kinder untereinander auch aus und stellen Fragen wie "Bist Du traurig?"
Zum pädagogischen Ansatz des Theaters pinkponycompany gehört auch, dass die kleinen Besucher nach der Aufführung zur Bühne kommen und Fragen stellen dürfen. Aus was die Puppe denn gemacht sei, wollen einige wissen und erfahren, dass sie aus Pappmaché ist. Sanft fragt Schauspielerin Saskia Mohn, ob eines der Kinder schon mal erlebt hat, was da eben zu sehen war. "Mein Meerschwein ist gestorben", sagt ein Mädchen. Nach einigen Minuten des Gesprächs werden die Kinder von ihren Betreuern wieder in die Einrichtungen geleitet, einige spielen vor der Tür Fangen.
Die Idee, diese Puppentheater-Aufführung in die Alte Schule zu holen, ist schon vor mehr als einem halben Jahr in einem Zirkel entwickelt worden. Vertreter aller Woltersdorfer Bildungseinrichtungen überlegen sich dabei gemeinsame Projekte und bringen sie auf den Weg.