Lange Zeit stand das Spiel gegen die Rangsdorfer dabei auf dem Messers Schneide, ehe die Grünheider am Ende doch jubeln durften. In der ausgeglichen geführten Partie rätselten auch die Zuschauer, wer den Sieg davon tragen würde. Doch eine deutliche Leistungssteigerung in den Schlussminuten ließ den GSV das glücklichere Ende für sich haben.
Wie so oft in dieser Spielzeit galten die Gericke-Schützlinge vor der Begegnung auf dem Papier als klarer Favorit - hatten die Gäste doch im bisherigen Verlauf erst zwei Saisonsiege verbuchen können. Gerade diese Konstellation lässt die Gegner indes immer mit einer Extraportion Motivation in die Löcknitzhalle reisen. Fast zwangsläufig entwickelt sich dann jedes Mal - wie auch gegen Rangsdorf - eine spannende und zudem kampfbetonte Begegnung.
Die erste Halbzeit vermittelte genau dieses Bild, als beide Mannschaften sich einen offenen Schlagabtausch lieferten und für jede Aktion des Kontrahenten das passende Gegenmittel bereit hatten. Die Führung wechselte folgerichtig hin und her. Dabei wuchs die Differenz aber nie auf mehr als ein Tor an. Zur Halbzeit war es dann der Grünheider Sportverein, der die Nase eine kleine Idee weiter vorne hatte, als er mit einer 12:11-Führung in die Kabine ging.
Das für den GSV inzwischen vertraute Problem, nach dem Seitenwechsel nicht an die Leistung der ersten 30 Minuten anknüpfen zu können, machte es auch gegen Lok Rangsdorf unmöglich davon zu ziehen. Selbst die klarsten Chancen wie Strafwürfe konnten nicht verwandelt werden. Plötzlich sah sich das Team von Sven Gericke mit drei Toren im Rückstand und war zum Handeln gezwungen, denn nur noch 15 Spielminuten verblieben, um das Spiel noch einmal zu kippen.
Ein kurzer Zwischenspurt ermöglichte der Mannschaft den Ausgleich, dann wurde kurz vor Ende der Begegnung wieder selbst die Führung übernommen. Die Rangsdorfer versuchten mit allen Kräften ein letztes Aufbäumen. Letztlich war das jedoch nicht genug, um den 25:23-Sieg der Grünheider noch einmal zu gefährden.
Damit bleibt der Grünheider Sportverein auf dem 2. Platz in der Tabelle und lauert nun auf einen Ausrutscher des 1. SV Eberswalde, um die Spitze der Liga zurückzuerobern. Am kommenden Wochenende kann es jedoch noch nicht dazu kommen, da der Spielbetrieb in der Brandenburgliga ruht. Erst am 30. November hat der GSV sein nächstes Spiel, dann ist der Regionalliga-Absteiger SV 63 Brandenburg-West zu Gast.
Sprungwurf: Grünheides Erik Wunsch (2. v. r.) hat sich von der Rangsdorfer Abwehr nicht stoppen lassen.Foto: Alexander Winkler
Grünheider SV gewinnt in der Handball-Brandenburgliga gegen Lok Rangsdorf mit 25:23