Waltraud Hochmuth gehört zu den Frauen, die sich jeden zweiten Montag im Monat in der Alten Schule in Woltersdorf treffen. "Strickliesl", heißt der Kurs. Seit März gibt es ihn. "Das geht zurück auf die Baby-Willkommenspakete mit Mützchen und Söckchen, die wir Neugeborenen seit zwei Jahren übergeben", sagt Ursula Port, Leiterin der "Strickliesl". 150 Sets entstanden schon. Aufgrund des neuen Meldegesetzes, wo die Daten nicht mehr so einfach zu erhalten sind, sei aber unklar, ob und wie die Babys das Geschenk künftig erhalten. An den Strickerinnen jedenfalls soll es nicht liegen. "Wir haben noch einen Vorrat", sagt Ursula Port.
Jetzt haben sich die Seniorinnen eine neue Aufgabe gestellt. Sie stricken für Flüchtlinge Mützen und Schals. Auch dabei kommt es ihnen auf Kreativität an - Wolle mit dicken Noppen, aus riesigen Schlaufen gefertigte Loops und klassische gestreifte Schals mit langen Fransen gehören zum Angebot. Rund 40 Exemplare liegen schon bereit. Am Freitag bei der Weihnachtsfeier in der Alten Schule sollen einige davon übergeben werden.