Im Uferweg in Gosen mussten die Bewohner eines Hauses bei ihren Nachbarn Obdach suchen, weil ein abgeknickter Baum-Teil über dem Dach hing. "Wir hatten zwar die Drehleiter aus Erkner angefordert, aber es war so eng, dass wir sie nicht aufstellen konnten", sagt Wehrführer Detlef Wiese. Da die Gefahr über dem Haus schwebte, wurde es evakuiert. Später gingen die Äste neben dem Haus nieder. Ein weiterer Baum und der Mast einer Oberleitungen hielten die Wehr von 19.45 bis 0.45 auf Trab.
Im Amt Spreenhagen waren außer den Gosenern auch die Wehren aus Neu Zittau, Spreenhagen und Rauen im Einsatz. Es sei jeweils um umgeknickte Bäume gegangen, berichtete Amtswehrführer Klaus-Dieter Decker.
Allein in Woltersdorf rückte die Feuerwehr laut Wehrführer Ralph Utecht etwa 20-mal aus. In der Maienhöhe wurden mehr als 20 Meter Oberleitung abgerissen, als ein Teil einer Kiefernkrone abbrach. Masten fielen um. Die Gemeinde habe schon den Reparaturauftrag ausgelöst, die Bürger müssten aber vermutlich einige Tage auf die Ausführung warten, sagte Utecht, zugleich Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Darüber hinaus gab es viele Einsätze wegen umgestürzten Bäumen auf Straßen und Privatgrundstücken.
Die Ortswehren von Grünheide fuhren zwischen 18 und 2 Uhr zu 25 Einsätzen, sagt Gemeindebrandmeister Norman Elsner. Meist waren Bäume umgekippt, ohne Schaden anzurichten. In Kagel-Möllensee traf einer ein Haus. Auch am Mittwochabend waren die Helfer gefordert, mussten in der Neuen Wiesenstraße in Möllensee und im Kiesweg in Spreeau aufräumen. Dabei hatte der Bauhof am Tag schon vielerorts angepackt. "Die Wehren haben das erledigt, wofür es schwere Technik braucht." Laut Elsner waren am Sturm-Abend 45 Feuerwehrleute in Einsatz, hielten sich zudem zehn in Reserve. "So extrem war es zuletzt bei Kyrill im Januar 2007."
In Erkner rückte die Wehr dreimal wegen beschädigter Bäumeaus - an der Neu Zittauer Chaussee, der Zufahrt zu den Wohnstätten Gottesschutz sowie in der Hohenbinder Straße, berichtet Stadtbrandmeister Frank May.
Am Dienstag ereigneten sich durch Schneeglätte drei Verkehrsunfälle auf der A 10 zwischen Spreeau und Rüdersdorf. Am Nachmittag führten Orkanböen zu zwei Unfällen zwischen Hellersdorf und Erkner. Bei einem stürzte ein zweiachsiger Pkw-Anhänger um.