Vor einem Jahr hat die Gemeindevertretung Bürgermeister Ralf Steinbrück beauftragt, die Möglichkeit der Verarbeitung von Laub zu Humus in Schöneiche zu prüfen. Nun hat er erste Ergebnisse vorgestellt, die in einer eigens geschaffenen Arbeitsgruppe entstanden ist.
Demnach soll eine Machbarkeitsstudie zur Schaffung eines sogenannten Mischplatzes erarbeitet werden, auf dem aus Laub und Holzkohle ein sogenannter Schwarzerde-Dauerhumusansatz produziert werden könnte. Zur Kostenersparnis wolle die Gemeinde für die Studie Kontakt mit einer Hochschule aufnehmen. Die Prüfung des Vorhabens könnte dann Thema einer wissenschaftlichen Arbeit sein.

Wärme-Abnehmer gebraucht

Klar ist Steinbrück zufolge schon jetzt, dass eine Pyrolyseanlage, in geschredderter Schöneicher Baumschnitt zu Holzkohle verarbeitet werden könnte, nur mit ganzjährigen Abnehmern der dabei entstehenden Wärme wirtschaftlich zu betreiben wäre. „In Frage käme eine Gärtnerei, die Wärme zur Beheizung ihrer Gewächshäuser benötigt oder ein Schwimmbad, das wir nicht haben“, sagte der Bürgermeister im Umweltausschuss. Fraglich sei aber auch, ob in Schöneiche genügend geschreddertes Holz zusammenkäme. „Das muss die Studie ergeben.“
Mit dem Mischplatz sollen kurze Transportwege für das massenhafte Schöneicher Laub möglich werden. Linke und UBS hatten die Prüfung beantragt.