Salate, Würstchen und Buletten, Brot und Kuchen, Obst, Gemüse, Leckereien und Getränke wurden aufgetafelt. Selbst Porzellan-Geschirr und feine Weingläser durften nicht fehlen.  Dazwischen tobten Kinder ausgelassen herum, spielten Ball oder Federball, übten Seilspringen, drehten Hula-Reifen. Zum offiziellen Beginn des öffentlichen Picknicks um 18 Uhr fanden die Scharen von Neuankömmlingen kaum mehr ein freies Fleckchen unter weit mehr als 500 Gleichgesinnten.
Eins dieser „Decken-Camps“ baute sich um Tagesmutter Birgit Lefeber auf – sie hält traditionell Kontakt mit ihren einstigen Pflegekindern und -familien, liebt es, gemeinsam in gemütlicher Runde zu plaudern oder gar kleine Ferientouren zu unternehmen. „Es hat sich einfach so ergeben, dass wir Kontakt halten“, erzählt sie. „Es sind immer wieder witzige Runden mit den Eltern und Kindern, es kommen neue hinzu, die Gruppe lebt. Ich habe den Aushang fürs Picknick gesehen und gedacht: eine schöne Gelegenheit, sich mal wieder zu treffen.“
Ein Stück weiter sitzt Christoph Mahneke mit seinem Freundeskreis und zapft aus einem kleinen Fass Bier. „Wir kennen uns über die Kinder“, erzählt er. „Wenn bei uns im Ort was los ist, sind wir gern dabei.“ Aber das öffentliche Picknick, das bereits zum neunten Mal stattfand, haben sie erst in diesem Jahr für sich entdeckt. „Wahnsinn, wie viele hier sind. Es ist toll, wenn sich Leute engagieren und für andere etwas auf die Beine stellen. Diese Mühe muss man einfach wertschätzen.“
Für die kulturellen Höhepunkte des Abends sorgten das Duo „Die Linkshänder“ mit zauberhaften Klängen zwischen Moderne, Jazz und Klassik sowie der „Langschlenderer“ Christof Rose, der mit seiner Instrumentenfamilie die Zuschauer begeisterte. Bruder Dave war dazu als „Traum-Tänzer“ unterwegs. Ab der Dämmerung verzauberten wundervolle Lichtspiele den Park. Natürlich durfte der kleine Getränkewagen des Langschlenderers nicht fehlen. Er wird von Ludwig Gölling betrieben, der schon beim ersten Mal dabei war. „Da hatten wir eine Baby-Badewanne aufgestellt, worin ein paar Kästen Bier gekühlt wurden“, erzählt er verschmitzt. „Es saßen nur ein paar Dutzend Leute hier rundherum. Toll, wie sich das alles entwickelt hat.“
So entstand auch im Laufe der Zeit das kleine Trink-Häuschen, das der dritte Rose-Bruder, Chris, auf einen Anhänger gezimmert hat, darin eine mobile Zapf- sowie eine Spülanlage. Gleich daneben hatte das Naturschutzaktiv seine Longdrink-Bar aufgestellt, und ein mobiler Eis-Verkauf sorgte besonders unter den Kindern für glänzende Augen.
„Ein wunderbarer Abend“, resümiert Carola Grunwitz vom Stadtmarketing. „Ich bin einfach sprachlos, wie toll die Stimmung war. Dieser unglaubliche Zuspruch ist ein Kompliment für uns als Gemeinde sowie für alle fleißigen Helfer und Organisatoren. Die Mühe hat sich gelohnt.“