Drei Tage lang waren in Schöneiche zum alljährlichen Heimatfest wieder alle diejenigen auf den Beinen, die ihre Freizeit aktiv und gesellig mit Sport, Musik, Theater oder Traditionspflege verbringen. Dass der Freitagabend mit Musik und Imbissangeboten von süß bis herzhaft dabei immer ein bisschen das Stiefkind zum Warmlaufen war, hat sich geändert, seit es den Eisstockcup gibt. Vor vier Jahren war die Kunststoffeisbahn erstmals vor Ort, und das vom Schöneicher Mittelstandsverein initiierte Eisstockschießen ging nun in das dritte Jahr. Es hat sich, was das Interesse an der Teilnahme und am Zuschauen anbelangt, zu dem gemausert, was in Woltersdorf das Straßenbahnwettziehen der dortigen Gewerbetreibenden ist.
Herausforderer auf Platz 3
In zwei Fünfergruppen treten die zehn, immer aus vier Spielern bestehenden Mannschaften gegeneinander an, bis nach dem Halbfinale im Finale der Sieger feststand. "Im vorigen Jahr war es das Team meiner Firma Bauservice", freute sich Frank Ziminga. "Wir sind nun die Herausforderer." Es wurde über drei Stunden lang ernsthaft gekämpft.
Beteiligt waren dieselben Mannschaften wie in den vorangegangenen Cups. Den beiden Handwerker-Teams Ziminga und Krüger & Krüger-Bau standen wieder drei Sportvereine als leistungsstarke Konkurrenten gegenüber: die Fußballer von Germania, die B1 Bowler und die Interessengemeinschaft Leichtathletik (IGL). Aber auch die Spieler des Rathaus-Teams, zu denen Bürgermeister Ralf Steinbrück und der Bürgermeister der Partnergemeinde Schwentinental, Michael Stremlau, gehörten, waren nicht zu verachten. Weiter traten die jungen Teams von Edeka sowie der Freundeskreis Schöneiche an. Gewonnen hat Germania Schöneiche, gefolgt von den B1 Bowlern und dem Ziminga-Team auf dem 2. und 3. Platz.
Wurde die Kunsteisbahn bisher vom Mittelstandsverein gesponsert, hat dieser jetzt die Siegerpräsente und den Pokal beigesteuert. "Wir engagieren uns, weil wir zeigen wollen, dass wir in Schöneiche dazugehören, in der Arbeit wie in der Freizeit", erklärte Frank Ziminga. Die Finanzierung der Kunsteisbahn kommt nun von der Schöneicher Bürgerstiftung, die damit eine Verbindung zur Eröffnung ihres Fitness-Parcours im Juli im Schlosspark herstellt. Sabine Eilebrecht-Bertram von der Bürgerstiftung erklärte, warum: "Weil wir Freude und Spaß an der Bewegung haben, die für alle gut ist".
Sport spielte mit Fußball, Schlittschuhlaufen, Tischtennis und Badminton wieder eine große Rolle beim Heimatfest. Jeder Tag hatte seine Höhpunkte: Der Eichkaterlauf, die Oldtimer-Parade und das Große Höhenfeuerwerk gehörten am Sonnabend dazu. Das Highlight am Sonntag war das Chorfestival zum 110. Gründungs-Jubiläum der Chorgemeinschaft Schöneiche. Ihr zu Ehren traten 17 Chöre mit einem kleinen Programm auf, um dann unter dem Motto "Oh Happy Day" mit einem gemeinsamen Konzert auf der Hauptbühne dem Heimatfest einen würdigen Abschluss zu geben.