Die Arten-, Formen- und Farbenvielfalt macht für Pilzexperten den Reiz aus, sich mit dieser Facette der Natur zu befassen. Alljährlich trifft sich der Brandenburgische Landesverband der Pilzsachverständigen zu einer Fachtagung, bei der Wissenswertes ausgetauscht und nach Herzenslust gefachsimpelt wird. Diesmal waren die Pilzfreunde in Erkner zu Gast. Nach ihrer Exkursion in die umliegenden Wälder (in Gruppen zum Beispiel am Kalk-, am Wupatz- sowie am Karutzsee) breiteten die gut 50 Teilnehmer ihre Ausbeute auf den Tischen im Garten des Bildungszentrums, ihres Tagungsortes, aus.

Rund 150 Arten in Wäldern um Erkner gefunden

„Etwa 150 verschiedene Arten haben wir gefunden“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Bivour am Sonnabendnachmittag. „Das ist nicht viel“, räumt er ein. Immerhin sind jedoch einige Attraktionen dabei. René Jarling, Vorsitzender der pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandburg, zeigt seine Queradrigen Milchlinge und mehrere Leopardenfell-Klumpfüße – beide Arten sind nichts für Topf und Pfanne. „Die sind hier durchaus etwas Besonderes“, schwingt bei dem 37-Jährigen Stolz in der Antwort mit. Was er an seinem Hobby mag, bringt Wolfgang Bivour ganz einfach auf den Punkt: „Das Myzel ist im Boden ja immer da, man weiß aber nie, ob und wo die Pilze rauskommen.“