In Woltersdorf ist das erst möglich, seit es ortshistorische Recherchen zu Woltersdorfer Juden im Zweiten Weltkrieg gibt. Daran beteiligt ist Siegfried Thielsch, langjähriges Mitglied der Volkssolidarität. Er ist vor einer Woche wegen dieser und vieler anderer Verdienste mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet worden. Lenk würdigte auch eine Reihe von Mitgliedern mit Ehrenurkunden des Kreisverbandes.
Die Ortsgruppe mit ihren 89 eingetragenen Mitgliedern will, so Lenk, auch mit anderen Initiativen über ihren eigenen Kreis hinaus wirksam werden. Unter anderem will Lenk für einen gemeinsamen Frühjahrsputz im Ort werben; außerdem schwebt ihm vor, dass Kinder aus den Kitas oder der Grundschule bei einem Ortsrundgang in der Vorweihnachtszeit das am schönsten geschmückte Haus oder den schönsten Garten auswählen sollen.
Der Seniorenverband, von dem 53 Mitglieder zur Jahresversammlung kamen, hat seinen Vorstand im Amt bestätigt. Dabei gab es nicht nur positive Nachrichten. Denn die Gemeindevertretung hat einen Antrag der Volkssolidarität auf Fördermittel abgelehnt. Begründung: Künftig werden nur noch Projekte gefördert. Die Volkssolidarität wollte mit dem Geld aber die Miete in der Alten Schule zahlen. Weil andere Einnahmequellen aber rar oder wenig ergiebig sind, bat Lenk die Mitglieder darum, ihre Beiträge freiwillig aufzustocken. Wenn 30 Mitglieder nur einen Euro mehr pro Monat entrichten würden, kämen übers Jahr schon 360 Euro in die Kasse - für die Ortsgruppe ein Pfund.