Das mit Spannung erwartete Berlin-Brandenburg-Derby in der  auch mit zahlreichen TSGL-Anhängern gut gefüllten Halle des Barnim-Gymnasiums in Berlin-Falkenberg begann mit 15 Minuten Verspätung, da sich das Vorspiel der Drittliga-Frauen zwischen dem Berliner VV und dem Kieler TV (1:3) etwas in die Länge zog.
Anfänglicher Rückstand
Als es dann endlich losging, waren es zunächst die Gastgeber, die besser in die Partie fanden. Aber die Gäste um Trainer Jürgen Treppner ließen sich vom anfänglichen Vier-Punkte-Rückstand nicht lange beeindrucken und kämpften sich nach ihrer ersten Auszeit Zähler um Zähler wieder heran. Beim 16:16 glichen sie dann erstmals aus und zwangen so Preußen-Trainerin Romy Richter ihrerseits zu ihrer ersten Auszeit. Bis zur Crunchtime agierten dann beide Teams auf Augenhöhe, ehe sich die Schöneicher –  angeführt von ihrem gut aufgelegten Kapitän Maximilian Fromm – am Ende doch noch recht sicher durchsetzen konnten.
Der zweite Satz war dann eine deutliche Angelegenheit für die Gäste und alles schien auf einen klaren 3:0-Erfolg für die TSGL hinzudeuten. Doch die bekannt kampfstarken Hausherren gaben sich nie auf und erkämpften sich im wahrsten Sinne des Wortes knapp den dritten Durchgang. Schöneiches Trainer Treppner reagierte und brachte anschließend Dustin Ruf für seinen leicht angeschlagenen Kapitän, der sich dann auch recht schnell gut ins Spiel seines Teams einfügte. Denn auch wenn es hin und wieder einige unnötige Fehler bei den Gästen gab, hatten sie den vierten Satz doch wieder recht sicher im Griff.
Vor allem der 19-jährige Erik Witt – später zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt – und sein gleichaltriger Diagonalangreifer Charlie Peters wurden von ihrem routinierten Zuspieler Marcus Steck nun immer öfter gut in Szene gesetzt und kamen zu einigen sehenswerten Angriffspunkten. Aber auch die anderen Angreifer wie Darryl Ruf und Sebastian Grösch zeigten mit zunehmender Spieldauer immer mehr Sicherheit. Somit konnten sich die Schöneicher Spieler und ihr Trainer am Ende für einen letztlich verdienten Auswärts-Erfolg von ihren mitgereisten Fans feiern lassen.
Sonnabend folgt Heimspiel
Die TSGL-Volleyballer blicken nun mit Optimismus auf die kommende Partie gegen den Tabellenzweiten Eimsbütteler TV aus Hamburg am Sonnabend, ab 19 Uhr. Im ersten Heimspiel 2020 in der Lehrer-Paul-Bester-Halle an der Schöneicher Dorfaue wollen sich die Randberliner möglichst für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren.

Statistik


TSGL Schöneiche: Maximilian Fromm (C), Marcus Steck, Tobias Horst, Kevin Meusel, Charlie Peters, Darryl Ruf, Dustin Ruf, Tim Rüterhenke, Erik Witt (MVP), Sebastian Grösch, Justus BauwensSV Preußen Berlin: Danny Richter-Darge,Johannes Danz (C), Axel Krause, Robert Dieckmann (MVP), Jörn Osnowski, Robert Onischke, Niclas Finzelberg, Kai Wieser, David Nündel, Benjamin BinanzerSchiedsrichterinnen: Daniela Raßmann (Berlin), Juliane König (Ahrensfelde) – Zuschauer: 287 bkö