Gernot Bronsert (36) stammt aus Woltersdorf. Er ist der Sohn des Kommunalpolitikers Siegfried Bronsert. Der vier Jahre ältere Sebastian Szary stammt aus Rüdersdorf. Lässig in die beiden Sessel auf der Bühne gesunken, mal witzig, mal rotzig, erzählten die beiden wie sie ihre Karriere gemacht haben. Hin und wieder wurden auf einer Videoleinwand Szenen aus ihrem Leben eingeblendet.
Auf eine Musikerkarriere deutete anfänglich kaum etwas hin. Wenig erfolgreich in der Schule machte Sebastian Szary eine Lehre als Betonfertigteilbauer, Gernot Bronsert eine Erzieherausbildung an der Fröbel-Schule in Köpenick. Ihr wahres Leben fand in der Freizeit statt, in der beide, noch jeder unter Einsatz mühsam zusammengesparter Technik und weniger Platten mit Techno, Hip-Hop und Electro-Musik experimentierten, Partys in Ruinen veranstalteten. Der Allende-Club in Köpenick gab ihnen ein erstes musikalisches Zuhause, bald waren sie als DJs und Liveact-Duo in großen Clubs national und international gefragt. Ihre Energie auf der Bühne ist legendär. Inzwischen haben sie mehrere Firmen, darunter mit "Monkeytown Records" ein eigenes Musiklabel.
Im Verlauf des Gesprächs wird klar: Die beiden sind trotz des Erfolgs nicht abgehoben. "Wir kommen vom Dorf", sagt Gernot Bronsert. "Wir haben uns unser Auenland bewahrt." Familie und Freunde sind ihnen wichtig und ihr Hund Ilona. Und wenn Gernot Bronsert ein Fazit ziehen soll, dann das: "Man kann ganz viel aus nichts heraus schaffen."
Beim Publikum kamen die Worte gut an. Friedericke Koch, eine der Zuhörerinnen, fasste ihre Empfindung so zusammen: "Man nimmt den beiden ab, was sie sagen. Das sind wirklich tolle Jungs."