Im Restaurant Nussknacker in Erkner sind derzeit die Stühle hochgestellt, auch am Vormittag des Heiligabend.
Doch in der Küche herrscht Betriebsamkeit, denn neben anderen Bestellungen sind 17 Gänsekeulen vorzubereiten. Um 12 Uhr kommt Bürgermeister Henryk Pilz persönlich, um die bestellten Essen abzuholen und sie dann bei den Bewohnern der Obdachlosenunterkunft abzuliefern. Dass es ihnen geschmeckt hat, bleibt zu hoffen.

Schwierige Lage von Wirten in Erkner

Bürgermeister Pilz war es ein Bedürfnis, privat die Essen zu spendieren, um den Ärmsten in Erkner eine Freude zu machen. Gleichzeitig weist er damit noch einmal auf die schwierige Lage der Wirte in der Stadt hin. Wie miserabel die Situation nach Monaten der Corona-Flaute und weiteren zu erwartenden Monaten mit lediglich Lieferservice ist, erläutert Nussknacker-Chefin Ilka Burckhardt. „Die Unterstützung der Regierung würde helfen, wenn sie denn dann bald mal käme, denn irgendwann ist das Geld alle“, sagt sie.

Novemberhilfe noch nicht angekommen

Überbrückungsgeld in Höhe von 75 Prozent des Vorjahresumsatzes mit Abzügen wie ausgezahltem Kurzarbeitergeld sind beschlossen. Das klinge erst einmal gut und würde das Überleben auch des Nussknackers absichern, so Chefin Burckhardt. Nur leider, beim Nussknacker sei noch kein Abschlag aus der Novemberhilfe angekommen. Laut Bundesfinanzministerium sollten die ersten Abschläge seit 26. November geflossen sein. In verschiedenen Medien war über Verzögerungen berichtet worden. Andererseits sollen beispielsweise in Brandenburg bereits über 6000 Abschläge ausgezahlt worden sein.
Ab Januar – so hatte die Regierung angekündigt – sollen dann die kompletten Hilfen fließen. „Am meisten helfen uns aber unsere Gäste, die weiter bei uns Essen für zu Hause kaufen“, beteuert Ilka Burckhardt.
Impressionen vom Heiligabend in Woltersdorf und Erkner:
Impressionen vom Heiligabend in Woltersdorf und Erkner

Heiligabend Impressionen vom Heiligabend in Woltersdorf und Erkner