Die Idee: Die Lotsen sollen Eltern mit Kleinkindern besuchen und ihnen helfen, mit Problemen zurecht zu kommen, die aus der neuen Elternrolle entstehen - vom wackelnden Wickeltisch bis zum Umgang mit Krankheiten. Zunächst sollen Lotsen und Familien über die Koordinatorin des kreislichen Netzwerks Gesunde Kinder in der Region Erkner, Kirstin Buch, zusammenfinden, alles weitere wird später Sache der Beteiligten. Einige Anfragen von Familien, die sich Lotsen wünschen, habe sie schon, sagt Kirstin Buch, die Erzieherin in der Kita Knirpsenhausen ist.
Am Mittwochnachmittag nehmen Irmhild Völker, Peggy Krumbiegel und Juliane Schulz an der neunten von zehn Ausbildungseinheiten teil. Fünf Freiwillige hat Kirstin Buch für die Ausbildungsreihe gewonnen, zwei fehlen an diesem Nachmittag. Das Thema ist ein besonders schwieriges: Kindeswohlgefährdung. Wo genau läuft die Grenze zwischen etwas Unordnung und Zuständen, die das Wohlergehen eines Kleinkindes gefährden? Wie ist das, wenn von Besuch zu Besuch ein anderer Partner da ist? Was sagt man, wenn man sieht, dass Kleinkinder mit einer Nuckelflasche ins Bett gelegt werden und die Zähne schon leiden? Um solche Fragen geht es im Gespräch mit Martin Saupe vom Jugendamt und Christiane Andres, die auf Gesundheitsthemen spezialisiert ist.
Sie sagen den Freiwilligen auch, dass sie das, was sie über Familien erfahren, vertraulich behandeln müssen. Andererseits sollen sie ihre Koordinatorin umgehend informieren, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Weitere ehrenamtliche Lotsen sind willkommen, am 22. März ist die nächste Info-Veranstaltung (18 Uhr im Rathaus Erkner).
Kontakt über Kirstin Buch, Tel.: 03362 4298, E-mail: kirstin.buch@drk-mohs.de