In Erkner haben die Kunstfreunde den wichtigsten Ausstellungsort, das Rathaus, schon mit der Ausstellung von Beate Seelig belegt, erklärt Sigrid Riedel, die Vorsitzende, das Ausweichen in den Nachbarort. "Außerdem haben wir auch drei Woltersdorfer Mitglieder."
Die Produktivität, die sich schon in diesen Rahmenbedingungen spiegelt, zeigt sich auch in der großen Beteiligung. 14 der 28 Vereinsmitglieder sind mit ihren Werken vertreten. Dabei ist die Kirche den Werken der Pinsel vorbehalten. Klaus-Dieter Schiller ist ebenso dabei wie Helmut Fechner. Zu den weniger bekannten gehört Astrid Ristau, die von sich selbst sagt, dass sie sich hauptsächlich des Kulturlebens wegen dem Verein angeschlossen habe. Sie malt sowohl in Acryl als auch Aquarelle.
Die mit einer Kamera geschaffenen Werke, die Fotografien, haben dagegen ihren Platz in der Alten Schule. Auch da gibt es sehr vielfältige Ansätze. Lisa Pegel zeigt ihre sorgfältig komponierten Naturaufnahmen, die sich ganz an den vorgegebenen Gegenständen orientieren.
Ein radikales Gegenstück dazu sind die Schöpfungen von Karin Kunkel und Hans-Jürgen Scheer. Das Paar aus Müncheberg nennt sein Schaffen "inszenierte Fotografie", weil mit bestimmten, meistens roten Accessoires die Gegenstände drapiert und dann mit einer hintersinnigen Bildunterschrift eine ganz neue Bedeutung erhalten. Unter rosafarbenen Kinderschuhen steht "BER-Manager in Ausbildung".
Vernissage am Sonntag, 16 Uhr, in der Alten Schule. Die Ausstellung bleibt bis 19. Mai.