Menschen, die 55 Jahre und älter sind, machen rund ein Drittel der Woltersdorfer Gesamtbevölkerung aus - darauf verwies Hannelore Taubert, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, der zu der Feier eingeladen hatte. Rund 50 Senioren waren in die Mensa des Schulerweiterungsbaus an der Vogelsdorfer Straße gekommen. Sie hoffe, sagte Hannelore Taubert, dass der Beirat von der neuen Gemeindevertretung - am Donnerstagabend tritt sie erstmalig zusammen - bestätigt werde, sagte die Vorsitzende. Die Berufung des Seniorenbeirats war von allerlei Streitereien begleitet gewesen.
Hannelore Taubert warb dafür, den Beirat für alle Anliegen in Anspruch zu nehmen, die mit zunehmendem Alter zu tun haben. Künftig soll die Sprechstunde des Beirats jeden ersten Mittwoch im Monat, von 8 bis 12 Uhr, im Obergeschoss der Alten Schule stattfinden, gegenüber der Bibliothek.
Die Beirats-Vorsitzende warnte aus aktuellem Anlass vor Anrufern, die älteren Bürgern eine Beratung zum Thema Vorsorgevollmacht anbieten wollten. Wie sich herausstellte, war sie nicht die einzige im Saal, die einen solchen Anruf erhalten hatte.
Bürgermeister Rainer Vogel (Grüne) sagte, er wolle sich mit der neuen Gemeindevertretung den Themen Mobilität für Ältere und seniorengerechtes Wohnen. "Es wird immer wichtiger, dass sich Menschen zum Beispiel auch mit einem Rollator bewegen können, ohne Angst zu haben, sie könnten hinfallen." Sein Traum sei, dass in den letzten vier Jahren seiner Amtszeit noch der Gehweg zumindest auf einer Seite der Rosenbergstraße, der Hauptstraße nach Erkner, gemacht werde. Beim Wohn-Thema schilderte Vogel am eigenen Beispiel, wie das Haus nach dem Auszug der Kinder zu groß geworden sei. Er bat die Senioren, der Gemeinde ihren Bedarf mitzuteilen; eine Umfrage vor einem Jahr habe wenige Ergebnisse gebracht.
Vogel sagte auch, er hoffe, jetzt auch das Thema Finanzierung regeln zu können. Bisher hatte der Seniorenbeirat vergeblich beantragt, irgendeine Form von Aufwandsentschädigung zu erhalten.
Auch Monika Kilian, als einziges SPD-Mitglied in die Gemeindevertretung wiedergewählt, sprach das Thema Wohnen an, setzte den Akzent aber ein wenig anders: Ihr komme es ganz besonders auf bezahlbare Wohnungen für Senioren an. Investoren-Angebote, bei denen 25 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden sollten, gebe es zur Genüge.
Mit einer Tanzaufführung der Gruppe um Christiane Karlsen-Mougios und Theaterdarbietungen nahm dann der gesellige Teil der Nachmittagsveranstaltung ihren Lauf.