Im vergangenen Jahr gab es zu 30 Jahre Deutsche Einheit eine Ausstellung im Garten des Schlosses Ribbeck, in der die fünf amtsfreien Städte, fünf amtsfreien Gemeinden sowie die drei Ämter des Landkreises zurückblickten auf die Veränderungen, die in den vergangenen, mittlerweile mehr als 30 Jahren stattgefunden haben. Die in Ribbeck aufgestellten Tafeln lieferten neben den eindrucksvollen Bilder auch die Hintergründe dazu. Zu den Bildern gab es auch eine Audiodatei mit weiteren Informationen. Diese ist auf der Homepage des Landkreises www.havelland.de im Menüpunkt Freizeit & Kultur weiterhin abrufbar.

Blickfang im Foyer des Dallgower Rathauses

Schon als die Tafeln noch in Ribbeck standen, äußerten die Gemeinden den Wunsch, diese auch bei sich zeigen zu können. Dem trug der Landkreis Rechnung. Landrat Roger Lewandoweski (CDU) enthüllte am Donnerstag gemeinsam mit Bürgermeister Sven Richter (CDU) die erste Tafel zu 30 Jahre Deutsche Einheit im Havelland im Rathaus Dallgow. Darauf zu sehen mittig der Beitrag der Gemeinde Dallgow, aber auch alle anderen Beiträge aus dem gesamten Havelland. Das soll das Gemeinschaftsgefühl der Havelländer steigern. Nach und nach soll allen Gemeinden eine solche Tafel zur Verfügung gestellt werden.
In Dallgow hängt sie im Foyer des Rathauses, zwischen den Türen zum Sitzungsaal. Wie sowohl Bürgermeister als auch Landrat bemerkten, passt sie dort wunderbar hin. Ein richtiger „Blickfang“ sei die zwei mal anderthalb Meter große Tafel.

Schleichende Veränderung dokumentiert

Die vergangenen drei Jahrzehnten haben viel verändert. Oftmals war es ein schleichender Prozess, so dass man sich heute kaum noch daran erinnert, wie es damals war. Zudem sind auch viele Menschen neu ins Havelland gezogen und wissen vielleicht gar nicht, dass die Sankt-Marien-Andreas Kirche in Rathenow eine Ruine ohne Turm war oder können sich nicht vorstellen, dass die Spandauer Straße in Falkensee an einer Mauer endete.