Der Masterplan zu den Haupterschließungsstraßen 2011-2022 gibt den Zustand der Straße nur in Teilen als mittel, meist aber als schlecht an. Fußgänger suchen sich einen Weg durch die Grasnarbe, Blick nach unten, Hundehäufchen ausweichend. Wer etwas vor sich herschiebt, ob nun Kinderwagen oder Rollator, nutzt dann doch eher die Fahrbahn, teilt sie mit Radfahrern und den Unebenheiten ausweichenden PKWs. Bei starken Regenfällen, wie im Vorjahr, ist die Straße teilweise überflutet, mehr Havel als Weg.
In der letzten Stadtverordnetenversammlung (SVV) stellte die SPD-Fraktion einen Antrag zum Ausbau des Straßenzuges Karl-Marx-Straße/ Havelländer Weg zwischen Friedrich-Engels-Allee und Falkenseer Straße (L20). In dem Antrag werden der Verwaltung der Stadt zwei Varianten zur Prüfung vorgelegt. Die Verwaltung wird darin aufgefordert, diese nach der Sommerpause zu prüfen, ebenso wie eine Beantragung von Fördermitteln, beziehungsweise zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, solche miteinzubeziehen.
Variante 1 sieht den Vollausbau des Havelländer Wegs als Hauptverkehrsstraße vor. Gleichzeitig soll hier in den Bereichen einseitiger Bebauung eine Prüfung zur ergänzenden Bebauung stattfinden, westseitig der Karl-Marx-Straße, beziehungsweise des Havelländer Weges.
Bei Variante 2 soll von der Friedrich-Engels-Allee bis zum Kreisverkehr Nauener Straße der Ausbau als Hauptverkehrsstraße geplant werden, ab dem Kreisverkehr, Richtung Schönwalde, wird hier der Ausbau als Landesstraße in Erwägung gezogen. Vorausgesetzt, das Land würde zustimmen.
Mit dem Bauvorhaben soll sich die Situation für Anwohner und Verkehrsteilnehmer verbessern, so die Antragsteller. Man erhofft sich weiter eine Entlastung für die Straßenzüge Nauener Straße, Falkenhagener Straße und Schönwalder Straße. Für Radfahrer würde sich hier der notwendige Lückenschluss zwischen Falkenhain und Schönwalde ergeben. Geh- und Radfahrangebote, sowie die Einrichtung von Querungshilfen, sollen die Straße für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden lassen, ganz besonders an den Knotenpunkten. Der Antrag wurde zunächst in den Bau- und den Hauptausschuss verwiesen.