So erklärte Frances Dahlke am Stand der Askania Mikroskop Technik Rathenow GmbH, was einen zukünftigen Feinmechaniker in seinem Beruf erwartet. Die Askania GmbH bildet Industriemechaniker in dieser Fachrichtung aus. Gebaut und gewartet werden Mikroskope für Wissenschaft und Technik. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Man sollte ruhig und ausgeglichen sein und eine gewisse Freude am Basteln mitbringen, so Dahlke. Ein erfolgreicher Schulabschluss der zehnten Klasse sei außerdem Voraussetzung. "Am Besten ist es, erstmal ein Praktikum bei uns zu machen", empfahl Frances Dahlke. Das gebe dann einen genauen Einblick in die Tätigkeit und sei auch immer möglich. Ein Azubi für das kommende Lehrjahr werde noch gesucht.
Mit einem großen Lkw stand der Landesbetrieb Straßenwesen in der Paarener Brandenburghalle. Unter anderem Janis Brümmerstädt versuchte hier, den havelländischen Schülern den Beruf des Straßenwärters näher zu bringen. Diese Ausbildung ist neben einem dualen Studium im Bereich Bauingenieurswesen oder der Ausbildung im höheren technischen Verwaltungsdienst im Landesbetrieb möglich.
Neben einem Zehnte-Klasse-Abschluss mitzubringen seien vor allem Interesse an Technik bzw. Maschinen sowie die Bereitschaft, draußen zu arbeiten und körperliche Belastbarkeit. Denn ein Straßenwärter bzw. eine Straßenwärterin in Diensten des Landesbetriebs kümmert sich um die Instandhaltung von Bundes- und Landesstraßen, dabei auch um die Pflege bzw. das Fällen von Straßenbäumen, pflegt Grünstreifen, Regenabflüsse und Durchlässe. Auch der Winterdienst fällt in den Aufgabenbereich eines Straßenwärters. Dafür bekäme man auch eine Menge geboten, so Brümmerstädt. Während der Ausbildung könne man seinen Pkw-Führerschein machen, so man noch keinen hat, und mache auf jeden Fall seinen Lkw-Führerschein in Klasse C und CE - auf Kosten des Ausbildungsbetriebs! Dazu gebe es geregelte Arbeitszeiten und guten Lohn.
Ganz hinten in der kleineren der beiden Hallen in Paaren-Glien standen Cindy Bolz und Jörg Gebhardt. Sie arbeiten für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und stellten unter anderem den Beruf des Wasserbauers vor - im wasserreichen Havelland keine schlechte Berufswahl. Ein Wasserbauer weise vielen Parallelen zum Straßenbauer auf, so Ausbilder und Ausbildungsberater Jörg Gebhardt, nur arbeite man halt auf, am und im Wasser. Wasserbauer sorgen für die richtige Beschilderung von Wasserstraßen, setzen und warten Fahrwassertonnen, kümmern sich um Tauchtiefen, bergen Treibgut, Kontrollieren Ufer und Böschungen, kümmern sich um Kaimauern und Schleusen.
Interessante, aber auch logische Voraussetzung, wenn man diesen Beruf lernen möchte: Man sollte Schwimmen können. Tauchen kann man später noch dazu lernen. Auch Aufstiegsmöglichkeiten seien gegeben, so Gebhardt. Es gebe, wieder analog zum Straßenbau, die Möglichkeit einen Meister zu machen.