Derzeit gastiert eine Ausstellung des Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in der Volkshochschule Havelland in Falkensee. Auf 15 Thementafeln werden die „Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945“ gezeigt.

Auch nach 70 Jahren noch zu finden

Auch noch 70 Jahre nach Kriegsende finden sich in den Wäldern Brandenburgs die stummen Zeugen des Zweiten Weltkrieges. Besteck, Geschirr, Schmuck, Gürtelschnallen liegen in der kühlen Walderde, von Laub und Wurzeln verborgen. So manch Wanderer oder Förster findet sie dann doch, die kleinen Gegenstände, die der Besitzer einst im Wald verlor.

Geschichte der Waldlager beleuchtet

Die Geschichte der Waldlager der Sowjetarmee wird in dieser Ausstellung beleuchtet, erzählt wird von den „semljanka“, Blockhäuser oder Unterstände, die genau nach russischer Dienstvorschrift errichtet wurden. Interessant auch die Umarbeitung der sogenannten Koppelschlösser. Ein Kastenschloss am Gürtel, noch von Preußen eingeführt. Waren diese mit Adler oder Hakenkreuz versehen, schnitten die Rotarmisten die Symbole heraus und ersetzten sie durch Neue. Auch Gegenstände, die vorher sehr wahrscheinlich Zivilisten gehörten, wurden in den Waldlagern gefunden.
Welche spannenden Funde an welchen Orten aus dem Wald geholt wurden, zeigt die Ausstellung und gibt dabei Einblick in ein noch weitgehend unbeleuchtetes Geschichtskapitel.

Zu sehen bis zum 4. Dezember

Die Ausstellung „Zwischen Krieg und Frieden - Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945“ ist noch bis zum 4. Dezember in der Volkshochschule Havelland, Poststraße 15, in Falkensee, im ersten OG, während der Öffnungszeiten, zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, in den Ferien 8 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.