Es gibt wieder eine Ausstellung im kreativ e.V. in der Dorfstraße 7 in Schönwalde. Anders als gewohnt, fand die Ausstellungseröffnung zur „Werkschau mit Objekten aus Holz, Filz und Keramik von Brigitte Herb“ im privaten Rahmen statt. Das heißt jedoch nicht, dass die Ausstellung nicht besucht werden kann.

Seit 15 Jahren im kreativ e.V.

Brigitte Herb stammt aus Adelberg, einer Gemeinde in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit ihrem Mann, Günther Bonifer, zog die Künstlerin 2004 ins Havelland nach Falkensee. Bereits seit 15 Jahren ist Brigitte Herb Mitglied im kreativ e.V. Neben ihrem schöpferischen Tun in der Töpfergruppe ist die Künstlerin bei Malreisen des Kreativ-Teams und als Veranstalterin von Filzkursen im Verein aktiv.
Die Vereinsvorsitzende Karla Ehl stellte am Eröffnungsabend lobend das Wirken von Brigitte Herb heraus. Dabei verwies Ehl auf die engagierte Wissensaneignung der Künstlerin und darauf, „wie Brigitte versucht, neue Techniken zu verstehen und zu vervollkommnen, so beispielsweise den Rakubrand für Keramik und das Filzen. Da werden Bücher gewälzt, da wird experimentiert, das Internet befragt und immer wieder werden Weiterbildungskurse besucht. Viele ihrer dabei neu gewonnenen Erkenntnisse gibt Brigitte an ihre Kursteilnehmer weiter – herzlichen Dank dafür.“

In den 90ern als Holzbildhauerin angefangen

Angefangen hat Brigitte Herb ihr schöpferisches Werk in den 90er Jahren als Holzbildhauerin bei Christine Ermer. Das ausgestellte Holzrelief „Kastanienblatt“, gefertigt aus einem Lindenholzbrett, liefert beredtes Zeugnis für ihr Können.
In den darauf folgenden Jahren plastizierte Herb mit dem Medium Ton unter Anleitung der Kasseler Künstler Angelika und Toshifumi Hirose. Später vervollkommnete die Künstlerin ihre Fertigkeiten bei der Glienicker Keramikkünstlerin Heike Adner und lernte im „Märkischen Künstlerhof“, bei Jimmy Clark und Guido von Mertens, die Pinch-Technik und den Rauchbrand mit Oxiden und Schwarzbrand kennen.

Werke aus Ton und Filz

Das Spektrum ihres Schaffens ist groß. Allein die Tonobjekte mit ihren unterschiedlichsten Oberflächen begeistern die Besucher. Seien es die Vasen, seien es die Bilder oder die kleinen Döschen, die Betrachter äußerten durchweg ihre Zustimmung und Begeisterung über die Anmutung der Tonobjekte. Der „Kolkrabe“ und das „YaYoi“ Pferd, beide aus Ton gefertigt, sind echte Hingucker.
Aber auch die Filzobjekte wirken als Magnet für die Augen der Besucher und verleiten das eine oder andere Mal zum Anfassen. Über das Filzen sagte die Künstlerin selbst: „Das Filzen lässt mich seit dem Renteneintritt nicht mehr los. Die Faszination beim Filzen ist, die Verwandlung von Wolle zu den unterschiedlichsten Objekten allein mit den eigenen Händen, Seife und Wasser zu erleben. Während „Dahmshöher-Art“ der Lebenshilfe habe ich Feuer gefangen und bei renommierten Textilkünstlerinnen der Filzschule Oberrot viele neue Techniken kennengelernt.“

Ausstellung bis 11. Oktober zu sehen

So manches der ausgestellten Objekte erhielt bereits am Eröffnungsabend einen roten Punkt, als Zeichen für den Verkauf. Wer ein ausgefallenes Geschenk für seine Lieben sucht, sollte einen Weg in die außergewöhnliche Ausstellung nicht versäumen. Diese ist noch bis zum 11. Oktober zu sehen. Dienstags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 21 Uhr, sonntags von 10 bis 12 Uhr und natürlich am 3. Oktober von 11 bis 18 Uhr zum „Kunstmarkt“ im kreativ e.V..