„Das bedauern wir zutiefst“, betonten Bürgermeister Wilhelm Garn und Thomas Lessing, Fachbereichsleiter Soziales/Finanzen, übereinstimmend. Die Gemeinde nimmt jedoch viel Geld in die Hand, um künftig den Bedarf decken zu können. So entsteht derzeit eine neue Kita im Forstweg. Dort werden rund 100 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen. Die Fertigstellung ist um den Jahreswechsel herum zu erwarten. Aufnahmemöglichkeiten wird es nach Eröffnung der Kindertagesstätte geben. Das heißt, sofern die Verwaltung dann einen Kitaplatz anbieten kann, werden die Eltern „umgehend und unaufgefordert darüber informiert“. Der jeweils gestellte Kitaantrag bleibt folglich erfasst. Weiterhin ist der Bau einer Kita an der Gottlieb-Daimler-Straße für rund 100 Kinder bereits auf den Weg gebracht. Mit einer Fertigstellung ist Ende 2019 zu rechnen. Auch die Erweiterung der Kita Zeestower Mäusenest ist in Planung. „Wir wollen so schnell wie möglich dem Bedarf Rechnung tragen“, sagte der Bürgermeister, der mit der Ist-Situation keinesfalls zufrieden ist.
Mit Verweis auf diejenigen Eltern, die trotz des Antrages nun zunächst keine Betreuungsplätze für ihre Kinder erhalten haben, hat die Verwaltung die Optionen gemäß des Sozialgesetzbuches in dem Absageschreiben dargelegt. Mit Blick auf das Wunsch- und Wahlrecht können Eltern demnach aus Angeboten unterschiedlicher Träger wählen, auch außerhalb der Gemeinde Brieselang.
Ansprechpartner aus den Nachbarkommune wurden benannt, um freie Kita- und Tagespflegeplätze erfragen zu können. Sollten dort Kapazitäten vorhanden sein, müsste ein Tagespflegeantrag oder ein Antrag auf Kostenübernahme im Fall der Kitabetreuung gestellt werden. Die Anträge sind unter www.gemeindebrieselang.de abrufbar.
Aktuell werden in den Einrichtungen der Gemeinde Brieselang bis zu 444 Kinder betreut.