Durch das Bundesprogramm werden Städte und Landkreise in ganz Deutschland unterstützt, "Partnerschaften für Demokratie" als strukturell angelegte lokale Bündnisse aufzubauen.
In diesen "Partnerschaften für Demokratie" kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus Vereinen, Verbänden, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierte zusammen. Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen entwickeln alle gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie.
Als der Bescheid vor einem Jahr in Falkensee eintraf, gab es über das erste große strategische Thema keinen Zweifel: Eine Menge Flüchtlinge kamen gerade an, die Willkommensinitiative war überaus aktiv, hier wurde Unterstützung benötigt. "Was für ein Glück, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt das richtige Programm mit den passenden Fördermitteln hatten", freut sich Manuela Dörnenburg über das perfekte Timing.
Ratgeber für Flüchtlinge konnten gedruckt, "Willkommensbeutel" verteilt, weitere Projekte der "WiF" für ein positives Miteinander, für Partizipation, für tolerante Strukturen und ein gutes Zusammenleben gefördert werden.
Wie das Ganze anzugehen ist, wird seit Oktober 2015 auf den Demokratiekonferenzen erarbeitet. Die Ergebnisse zeigen, in welche Richtung die Arbeit gehen soll. Aktuell wird gerade ein Handlungskonzept auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen entwickelt.
Dabei steht über allen Aktionen die Frage, mit welchen Projekten das vorgegebene Ziel zu erreichen ist. Damit das funktionieren kann, gibt es den Begleitausschuss, der über eingereichte Projektanträge entscheidet. In diesem Gremium sitzen Vertreter von Verwaltung und Politik, aus Kirche, Vereinen, Verbänden. Anträge können zu bestimmten Stichtagen gestellt werden, die Mitglieder des Begleitausschusses diskutieren, wägen ab, fragen nach. "Wir sind schon mittendrin in der Bürgerbeteiligung", erzählt Manuela Dörnenburg. Unterstützung erfährt die "Partnerschaft für Demokratie" in der guten Zusammenarbeit mit dem ASB, der unter anderem die Räumlichkeiten für den Sitz des Fachkoordinators Matthias Hofmann stellt. Hofmann ist Ansprechpartner nicht nur für Antragsteller, sondern auch für Ratsuchende und Interessierte. "Alles, was ich nicht beantworten kann, versuche ich, in Erfahrung zu bringen", versichert er.
Das Bundesprogramm ist auf fünf Jahre angelegt, im letzten Jahr flossen bereits rund 46.600 Euro an Bundesmitteln, ohne dass die Stadt Falkensee einen Eigenanteil leisten musste. Von diesem Jahr an legt die Stadt Falkensee allerdings jährlich 5.000 Euro dazu und ist mit insgesamt 30.000 Euro dabei.
Aktuell liegen 16 Anträge für neue Projekte vor.