„Grundsätzlich sind wir dafür, mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen. Wir werden aber bis zum Spätherbst warten, ehe wir uns positionieren. Denkbar ist aber alles“, betont Rüdel. So gebe es den ein oder anderen Piraten, der in Frage kommen würde, den vermutlich arrivierten Kandidaten die politische Stirn zu bieten. Interessiertes und fähiges Personal gebe es bereits. Dennoch wollen sich die Kommunalpolitiker, die, wie auf Bundesebene derzeit generell noch nicht in Ortsverbänden organisiert sind, zunächst einmal alle Kandidaten anschauen, ehe der Meinungsbildungsprozess vollends abgeschlossen ist. „Wir müssen sehen, ob wir uns gegebenenfalls auch wahltaktisch verhalten“, meint Rüdel. „Dallgow ist eine sehr interessante Gemeinde geworden - auch im Hinblick auf die Finanzstärke und Bevölkerungsstruktur.“
Einen Schub für seine Partei erwartet er ohnehin nach den Bundestagswahlen. Grundsätzlich fokussieren die Piraten ihre Argusaugen jedoch auf die Kommunalwahlen 2014. Dann wollen die Basisdemokraten möglichst in die Stadt- und Gemeindeparlamente einziehen. „Wir werden unseren guten Weg weitergehen und erfolgreich sein. Da bin ich mir sicher“, so Rüdel.
Fortan heißt es jedoch zunächst, weitere weiße Flecken im Havelland zu erschließen. In Ketzin gebe es beispielsweise einige Mitstreiter. Auch dort sollen politische Stammtische in absehbarer Zeit etabliert werden. Thematisch hätten sich die Basisdemokraten im Havelland, dort gibt es mittlerweile 77 Mitglieder, weiterentwickelt. Rüdel nennt in diesem Zusammenhang exemplarisch den Anliegerstraßenbau, der in Falkensee bekanntermaßen im Brennpunkt steht. Lokalkolorit eben.