Die steigenden Corona-Zahlen im Landkreis Havelland schlagen sich auch in den Havelland-Kliniken wieder. Seit mittlerweile wieder mehreren Wochen werden hier wieder verstärkt Covid-19-Patienten behandelt, wie Pressesprecherin Babette Dietrich am 5. November 2021 mitteilte. So sind aktuell 16 Patienten und vier Verdachtsfälle in den beiden Häusern in Nauen und Rathenow in Behandlung. Die Zahlen schwanken allerdings täglich.
Schwerpunktmäßig obliegt die Behandlung von Corona-Patienten dem Krankenhaus in Nauen, wo auch die intensivmedizinische Versorgung der Covid-Patienten erfolgt. Derzeit ist aber auch eine Station in Rathenow mit Covid-Fällen belegt. Seit 1. November werde hier auch wieder planbare Behandlungen durchgeführt. Dies war aufgrund eines Corona-Ausbruchs zwischenzeitlich eingestellt worden.

Krankenhaus rechnet mit Verschärfung der Corona-Situation

Die Havelland-Kliniken gehen davon aus, dass sich die Corona-Situation perspektivisch weiter verschärfen wird. Denn die Abstimmung der Häuser im Klinikverbund VCC West, welcher die Arbeit wiederaufgenommen hat, zeige, dass die steigenden Inzidenzen sich auch in einem steigenden Fallaufkommen und einer höheren Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten niederschlagen. Dies gelte ebenso für die Berliner Häuser.

Klinik reaktiviert Corona-Krisenstab

„Mit der derzeitigen Verschärfung der Infektionslage wurde der Krisenstab der Unternehmensgruppe reaktiviert. Dieser bewertet fortlaufend mit den Einsatzleitungen der Kliniken und Pflegeheime die aktuelle Situation.
Auch mit dem Gesundheitsamt des Landkreises erfolgt ein enger Austausch. Wir sind zuversichtlich, dass wir auf bewährte Strukturen und Prozesse aus den früheren Phasen der Pandemie zurückgreifen können, um die Versorgung unserer Patienten und Bewohner auch in den nächsten Wochen steuern und regeln zu können“; umschreibt Geschäftsführer Jörg Grigoleit die aktuelle Situation.

Hygiene- und Testmaßnahmen sollen Infektionen verhindern

Die Havelland-Kliniken Unternehmensgruppe setzt zur Prävention auf eine strikte Einhaltung der Hygiene- und Testmaßnahmen. Damit sollen etwaige Infektionen schnell erkannt und begrenzt werden können. In den Pflegeheimen der Gruppe gibt es aktuelle keine Corona-Fälle. Bereits im September habe man dort angefangen, den Bewohnern Booster-Impfungen anzubieten, genau wie dem Personal. Dieses wurde bereits regelmäßig und nun nach der verschärften Umgangsverordnung des Landes Brandenburg täglich getestet.