Das havelländische Gesundheitsamt hat am 18. Dezember 46 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl aller positiv getesteten Havelländer seit Pandemie-Beginn auf 1.797. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also doe Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, liegt derzeit bei 138,65.

Drei weitere Havelländer verstorben

Wie das Gesundheitsamt weiter mitteilte, sind drei weitere Havelländer am Donnerstag an den Folgen einer COVID-19-Infektion verstorben. Das bringt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 27 - davon sechs in den vergangenen sieben Tagen.

Falkensee

Die Havelland-Kliniken betreuen am heutigen Freitag 24 COVID-19-Fälle in Nauen, davon muss einer beatmet werden. 12 der 27 Toten starben in der Havelland-Klinik. Da die Corona-Kapazitäten der brandenburgischen Kliniken derzeit fast vollständig erschöpft sind, wird am 21. Dezember eine Aufstockung der Isolierstation in Nauen erfolgen. Dann stehen 34 Stationsbetten und sechs Beatmungsplätze zur Verfügung.

Havelland-Kliniken bereiten weitere Betten vor

„Wir müssen uns angesichts der aktuellen Lage darauf vorbereiten, dass seitens des Gesundministeriums an die Kliniken die Anforderung gestellt wird bzw. die Pandemie-Entwicklung im Havelland die Notwendigkeit ergibt, das Maximum an Kapazitäten für die Versorgung weiterer COVID-19-Fälle bereitzustellen. Die Klinikleitung arbeitet daher daran, ggf. zusätzlich zu den 40 vorhandenen weitere 38 Plätze in der Klinik Nauen dafür vorzubereiten“ skizziert Geschäftsführer Jörg Grigoleit den nächsten Vorbereitungsschritt. Um dies auch personell untersetzen zu können, werden die OP Kapazitäten redu-ziert und die geriatrischen Bereiche in der Klinik.
Auch die Corona-freie Klinik Rathenow wird zunehmend vom Infektionsgeschehen beeinflusst. Daher kann es dort partiell zu Einschränkungen kommen, um Ausbruchsgeschehen zu vermeiden. 35 Mitarbeiter im Unternehmensverbund befinden sich derzeit in Corona-bedingter Quarantäne, darunter Mitglieder des Rettungswachenbereichs Ost, so dass es hier zu kurzfristigen Abmeldung von Rettungswagen kommen kann, wie Unternehmenssprecherin Babette Dietrich mitteilte.
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