Die vierte Corona-Welle hat auch im Havelland in der vergangenen Woche stark an Wucht zugelegt. So wurden zu Mittwoch und Donnerstag jeweils mehr als 100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz stieg in einer Woche von 134,8 am 4. November auf 222,8 am 11. November 2021. Am heutigen Donnerstag berät die brandenburgische Landesregierung über eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen, die auf eine weitreichende 2G-Regelung hinaus laufen. Geimpft oder Genese wird dann Voraussetzung für viele Aktivitäten in Innenräumen sein.

Im Havelland impfen derzeit nur niedergelassene Ärzte

Die Impfungen sind ein Weg aus der Pandemie. Darin sind sich die meisten Experten einig. Doch im Landkreis Havelland gibt es nur wenige Impfangebote, die nicht von niedergelassenen Ärzten stammen. Bei Schließung der beiden Impfzentren in Falkensee und Rathenow zu Ende September hieß es aus der Kreisverwaltung noch, dass weiterhin mobile Impfangebote bereit gestellt werden sollen, um den Menschen wohnortnah und niedrigschwellig eine Impfmöglichkeit zu eröffnen.

Personal für Impfbus fehlt

Bis auf einen Einsatz des Impfbusses in Nauen im Oktober ist aber in den vergangenen Wochen wenig passiert. Auf Nachfrage teilte die Kreisverwaltung mit, dass weitere Impfaktionen geplant und vorbereitet würden. So soll es am 24. November ein Impfangebot in Dallgow-Döberitz geben und am 26. November in Rathenow. Eine Erklärung für den nur zögerlich erfolgenden Einsatz dieser mobilen Impfaktionen liefert die Kreisverwaltung gleich mit. Sie sucht noch medizinischen Personal zur Unterstützung dieser Einsätze. Interessierte können sich unter 03385/5510 an den Landkreis Havelland wenden.
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