Nachdem der Landkreis Havelland dem brandenburgischen Gesundheitsministerium die Stadthalle Falkensee als möglichen Standort für eine Corona-Impfzentrum vorgeschlagen hat, ist eine abschließende Entscheidung noch nicht gefallen, wie die Falkenseer Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Nichtsdestotrotz will die Verwaltung Bedenken der Bevölkerung zur Nutzung der Doppelhalle im Stadtzentrum beruhigen.

Impfzentrum würde im Sporthallenteil errichtet werden

Wie bekannt, ist die Stadthalle Falkensee eine Zwillingshalle mit zwei voneinander abgegrenzten Bereichen. Bei dem einen Bereich handelt es sich um die Veranstaltungshalle mit den Nebenbereichen. Bei dem anderen handelt es sich um die Sporthalle mit Nebenräumen. Die Stadt geht davon aus, dass der Sportteil zum Impfzentrum werden würde und nicht der Veranstaltungsteil. Damit würde auch der Veranstaltungsbetrieb nicht eingeschränkt. Deswegen seien Vermutungen, die eine Durchführung beispielsweise von Abitur-Bällen in der Stadthalle wegen des Impfzentrums in Frage stellen, unzutreffend, heißt es von der Verwaltung.

Soviel Abiturbälle wie nie angemeldet

Bürgermeister Heiko Müller dazu: „Wir haben uns natürlich über das Vertrauen der Abiturienten in die Angebote der Stadthalle Falkensee sehr gefreut. Noch in keinem Jahr waren so viele Abschlussbälle in Falkensee geplant wie 2021. Auch wenn ein Impfzentrum keine Auswirkungen auf die Durchführung der Veranstaltungen hat, so ist leider nach wie vor unklar, ob die Ansteckungsgefahr im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Veranstaltungen in der erforderlichen Größe zulassen wird“.

Sportunterricht und Vereinssport wäre eingeschränkt

Im Zusammenhang mit einer Einrichtung des Impfzentrums im Sporthallenteil würde es allerdings zu Einschränkungen im Schul- und Vereinssport kommen. Die Stadtverwaltung ist dazu mit den Schulen, dem staatlichen Schulamt, den Vereinen und dem Landkreis im Gespräch. Ziel sei es, die Auswirkungen durch organisatorische Maßnahmen zu minimieren. Derzeit ist allerdings die Nutzung der Halle für Sportzwecke wegen der Corona-Pandemie fast völlig zum Erliegen gekommen.
In Hinblick auf geplante Veranstaltungen im Veranstaltungsteil der Stadthalle weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg derzeit eine Durchführung von Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter weitgehend nicht zulässt.
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