Etwa 60 bis 70 Jung-Falkenseer kommen in der Stadthalle zur Demokratiekonferenz für Kinder und Jugendliche zusammen. In Workshops werden verschiedene Themen, auch spielerisch, bearbeitet. Eingeladen worden sind alle Kinder und Jugendlichen der Stadt, sagt Manuela Dörnenburg, Falkenseer Gleichstellungsbeauftragte. Gekommen sind Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 20 Jahren. Darunter sehr viele Viertklässler, wie Stefan Settels von der Partnerschaft für Demokratie-Falkensee sagt.
Welche Form der Beteiligung für Kinder und Jugendliche überhaupt möglich sind, wie sie genutzt werden können und sicherlich auch hier und da etwas Zuspruch und Mut, all dies wird in drei Stunden intensiver Arbeit vermittelt.
Außerdem können die Jung-Falkenseer ihre Wünsche zu Papier bringen und eine "Wunschliste an den Bürgermeister" aufstellen. Die 1. Beigeordnete und stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, Luise Herbst, nimmt diese ab. Ganz oben auf der Wunschliste: die Verkehrssicherheit, die aus Sicht der Jugend Verbesserungswürdig ist. Sie wünschen sich mehr und bessere Radwege, dazu mehr Fahrradständer. Es wird gefordert, das Tierheim mehr zu unterstützen und mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Pflegekräfte. Mehr Klimaschutz und weniger Bäume fällen ist den jungen Menschen ebenfalls ein Anliegen. Ein anderes Angebot an Spielplätzen wünschen sich die Kinder. Sie hätten lieber große Spielplätze mit vielen Geräten als hier und da kleine Bereiche mit drei Spielgeräten.
Die Spielplätze, so ein Vorschlag, mit den Familien zusammen planen. Das nimmt Herbst gleich auf. Das Tierheim, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin, befinde sich zwar auf Dallgower Land, wird aber von Falkensee unterstützt. Die Erzieherinnen, die bei der Kommune eingestellt sind, gut bezahlen und gute Arbeitsbedingungen schaffen, würde die Stadt bereits machen, so Herbst. Die Kinder wünschen sich eine bessere Beleuchtung im Gutspark und weniger herumliegenden Müll. Über Behältnisse zur Mülltrennung am Bahnhof wird ebenfalls diskutiert. Zu guter Letzt erzählt Herbst den Kindern und Jugendlichen wie sie sich, wenn sie ein Anliegen an die Stadt haben, dort melden können. Das geht direkt per E-Mail oder über die Schulsozialarbeiter.
Die Veranstaltung endet mit Verspätung, die Eltern warten im Foyer, die Jugend diskutiert mit Luise Herbst. Sehr produktive und intensive Gespräche seien das gewesen, sagt Settels abschließend. Auch wenn er sich wünschen würde, es kämen noch mehr Kinder und Jugendliche. "Die Stadt nimmt die Wünsche der Kinder und Jugendlichen wahr. Das ist ein gutes Aushängeschild", sagt er.