Am Mittwoch ließ Settels das Jahr 2018 in der Falkenseer Stadthalle noch einmal Revue passieren. Viele unterschiedliche Gruppen hatten mit Hilfe der Partnerschaft für Demokratie ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen ausrichten und Projekte unterstützen können. Die Reihe „Leben in Vielfalt“ hatte mit gesellschaftspolitischen Themenabenden Falkenseer zu Diskussionen eingeladen. Den Auftakt hatte die Ausstellung, „Der NSU und seine Opfer“ im Haus am Anger gegeben. Zwei Monate konnte die Ausstellung, die immer wieder erneuert und überarbeitet durch Deutschland tourt, besucht werden. Laut Settels kamen viele Besucher, um die Zeitzeugnisse im Haus am Anger zu sehen. Und klar, Settels Highlight das Stadt-Event, zum 13. Mal veranstaltet, im vergangenen Jahr mit elf Spielstätten, organisiert vom Bündnis gegen Rechts, kam nicht zu kurz.
Viele der einzelnen Projekte, die von der Partnerschaft gefördert werden, präsentierten sich in der Stadthalle am Mittwoch. Das Jugend-Forum stellte den alljährlich von ihnen organisierten Jesse-Owens-Lauf in den Mittelpunkt. Im Sommer findet im Olympischen Dorf, ein Schullauf zu Ehren und in Gedenken an den farbigen Ausnahmesportler Jesse Owens statt. Der Lauf soll ein Zeichen setzen für Demokratie, Freiheit und Toleranz. Die Jugendlichen, die gerade erst ihren Jugendtreff „Egal“ aufgeben mussten, treffen sich fortan im Jugend-Club „Alte Post“ um ihre Arbeit fortzuführen. Für 2019 wollen die Jugendlichen sich auch weiterhin der Frage annehmen: Was wünschen sich die jungen Leute für ihre Stadt? Außerdem sind politische Diskussionsrunden geplant. Umweltschutz ist ebenfalls ein Top-Thema für 2019.
Essen verbindet, kochen erst recht. „Interkulturelle Begegnung im Café und in der Küche“, heißt das Projekt, bei dem gemeinsam gekocht wird. Und zwar so gut, dass die Rezepte gesammelt werden und in Druck gehen sollen. Wurde gesagt, Kostproben gab es leider nicht.
Die Vorbereitungsgruppe Stolpersteine hatte im vergangenen Jahr im Haus am Anger den Film: „Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie“ gezeigt und war vom Erfolg selbst ein wenig überrascht. Ab März sollen historische Spaziergänge durch Finkenkrug stattfinden. Im Herbst hatte es einen Probelauf zum Projekt gegeben.
Weihnachten nicht allein sein, mit anderen Feiern, am zweiten Weihnachtsfeiertag - gemeinsam mit Geflüchteten wurde es eine bunte und fröhliche Veranstaltung. Wird wiederholt, verspricht Pfarrerin Gisela Dittmer.
Für die Unterstützung gleich mehrere Projekte bedankte sich auch Kathleen Kunath von der Willkommens-Initiative. Unter anderen konnte mit Hilfe der Partnerschaft für Demokratie ein Foodsaving-Kühlschrank angeschafft werden. Damit folgt die Initiative dem sinnvollen Trend Lebensmittel zu teilen, statt wegzuwerfen.
Auch das Regenbogen-Café wurde gefördert, die Literatur zum Thema „Quer“ konnte angeschafft und in der Bibliothek platziert werden. In den letzten beiden Jahren wurde in Falkensee zum Christopher-Street-Day die Regenbogen-Flagge gehisst. Für 2019 planen die Homo- und Transsexuellen & Freunde, zusätzlich einen kleinen Marsch durch die Stadt.
„Es geht darum, miteinander zu leben, ins Gespräch zu kommen“, sagt er anlässlich des Rück- und Ausblicks der Partnerschaft für Demokratie. „Das Thema Demokratie wird nicht an Bedeutung verlieren. Es wird an Bedeutung gewinnen.“