Kürzlich überreichte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) elf Tablet-PCs an die Hort- und Kitaleitungen der Gemeinde Wustermark. Der Hort und die Kitas der Gemeinde erhielten jeweils zwei Geräte, mit Ausnahme der kleineren Kita Zwergenburg, hier gab es ein mobiles Endgerät. Damit möchte die Gemeinde bereits den Jüngsten den Einstieg in die Medien erleichtern und dabei gleiche Chancen für alle Kinder eröffnen.

Frühes Eintauchen in digitale Welt

Bürgermeister Schreiber sagt, das frühe Eintauchen der Kinder in die multimediale Welt sei ihm schon ein wenig unheimlich. Dennoch sei es wichtig, die Kinder auch mit den technischen Möglichkeiten vertraut zu machen. Fit für die Zukunft, dass ist ohne Computer-Wissen heute nicht mehr denkbar. Damit alle Kinder, unabhängig von den finanziellen Mitteln der Eltern, diese Möglichkeit haben, wurden die Tablets von der Gemeinde angeschafft.
Die Tablets sind speziell für Kinder ab drei Jahren. Die solide Verarbeitung verzeiht schon mal einen Sturz. Die Programme werden mitgeliefert, Bücher, Spiele und Lieder warten nur noch auf Abruf. Kindersicherung, zwei Jahre Garantie, alles dabei. Gedacht sind die Geräte für die Projektarbeit in den Vorschulgruppen, sagt Janet Kunau, Zuständig für die Senioren- und Jugendarbeit der Gemeinde Wustermark. Oder für die Suche nach Antworten auf spontane Fragen der Kinder. Die Antworten können die Erzieherinnen nun zukünftig mit den Kindern gemeinsam am Computer erkunden, vielleicht einen Film oder eine Animation dazu anschauen. Themen vertiefen und die Vorbereitung auf die Computernutzung in der Schule sind Grundgedanken.

Gemeinde hat Kosten übernommen

Mit dem Gerät allein in einer Ecke sitzen und spielen, ist dagegen nicht vorgesehen. Hortleiterin Petra Zemke sagt, dass die Tablets ein echter Zugewinn bei der Kinderbetreuung sein werden. Der Hort verfüge zwar über ein Computer-Kabinett, mobile Geräte könnten aber noch einmal anders genutzt werden.
Die Idee, sagt Schreiber, kam aus der Gemeindeverwaltung, genauer von Janet Kunau und aus den Kitas selbst. Die Kosten von 136 Euro pro Gerät hat die Gemeinde bezahlt. „Ein lohnende Investition“, sagt Bürgermeister Schreiber.