In Jugendforen werden Mitbestimmungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche entwickelt. Ziel ist es, die Bedingungen für junge Menschen in der Gemeinde zu verbessern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Jugendliche langfristig in der Region bleiben oder nach Ausbildung und Studium dorthin zurückkehren.
Dafür ist es wichtig, Jugendliche in entsprechende Prozesse einzubeziehen und so kommunalpolitische Zusammenhänge verständlicher zu machen. Auf diese Weise können sich junge Menschen stärker mit dem demokratischen Gemeinwesen in ihrer Stadt identifizieren und werden bei politischen Entscheidungen nicht übersehen.
In Falkensee fand das erste Jugendforum im November statt. Zwischen Weltcafé und Auftritt der Band "Prototyp" wurde von den 30 Teilnehmern der JugendsprecherInnenrat gewählt, der aus zehn Jugendlichen besteht.
Das Gremium hat auf seinen bislang drei Treffen eine eigene Geschäftsordnung entwickelt und ein Anliegen zur Vorlage beim Bürgermeister Heiko Müller (SPD) ausgewählt. Mit Unterstützung von Streetworkerin Maria Reißig wurde ein vierstufiges Programm zum Thema "Skaterplatz am Rosentunnel" entwickelt, das sich der Verwaltungschef noch in diesem Monat erläutern lassen will. Eine gemischte Delegation aus Jugendlichen des SprecherInnenrats sowie Nutzern des Skaterplatzes wird dann mithilfe einer Powerpoint-Präsentation vom Wunsch nach ausreichend Mülleimern bis hin zu Vorschlägen zur völligen Neugestaltung ausloten, was machbar sein könnte. "
Auf Dauer wären mir 30 Teilnehmer vielleicht ein bisschen wenig, aber für den Anfang ist es okay. Es hat begonnen, es ist da - ich bin überrascht über das vernünftige Vorgehen der Jugendlichen, über die Souveränität und die Eloquenz der Teilnehmer. Falls eine Einladung in eine Ausschusssitzung käme, wäre das jedenfalls ein Spaß für alle - hier würde keiner schüchtern in der Ecke sitzen", berichtete Matthias Hofmann.
Als nächster Schritt zur weiteren politischen Verknüpfung sollte diese Idee unbedingt umgesetzt werden, darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig.
"Wir haben noch viele weitere Ideen, und auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit kann man noch eine Menge tun, da ist noch ganz viel Luft nach oben", so Hofmann.
Auf dem nächsten Jugendforum wird jedenfalls die bekannte Band "Ohrbooten" spielen - möglicherweise als eine Art "Magnet" für einige, die bisher gezögert haben.
Der JugendsprecherInnenrat hat im Übrigen ab sofort eine Stimme im Begleitausschuss als zentrales Gremium der "Partnerschaft für Demokratie"; er entscheidet, welche Projekte finanziert werden können.