Budke, zuletzt Landrätin-Kandidatin im Havelland, betonte sowohl die ökologischen Kernthemen als auch die Relevanz des sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalts. "Die vielen Unterschriften zum Volksbegehren gegen Massentierhaltung haben gezeigt, dass die Menschen im Wahlkreis gesundes Essen aus nachhaltiger Landwirtschaft wollen", meinte sie. Um diesem Ziel näher zu kommen, seien starke Bündnisgrüne notwendig. Genauso verlangten die Pendlerinnen und Pendler aus dem Wahlkreis, dass der Bund endlich stärker in den Schienenverkehr investiere.
Herzensthema der Mutter von drei Kindern aus Dallgow-Döberitz sei die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. "Ich finde es beschämend, dass in unserem reichen Land Kinder in Armut leben müssen! Uns sind alle Kinder gleich viel wert, und wir wollen eine Kindergrundsicherung einführen", so Budke. Sie endete mit einem Aufruf für eine offene und solidarische Gesellschaft, die sich nicht spalten lassen dürfe.
Der Vorsitzende des Kreisverbandes Havelland, Frank Voßnacker, freute sich über Wahl von Petra Budke. "Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass es wichtig ist, grüne Präsenz zu zeigen", so Voßnacker. Dafür wäre die Landesvorsitzende Budke natürlich ein Glücksfall. Sie sei im Kreis bekannt, hätte bereits einen guten Wiedererkennungswert und würde grüne Inhalte gut verkörpern.
2013 hatten die Grünen mit Maria Heider im Wahlkreis 5,7 Prozent der Zweitstimmen geholt, 2009 konnte Dietmar Strehl 7,8 Prozent erringen. Die Kreisverbände Oberhavel und Havelland zählen zu den mitgliederstärksten im Land Brandenburg.
Übrigens: Bislang sind neben Budke auch die beiden Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU) und Harald Petzold (Die LINKE) sowie Benjamin Grimm (SPD) von ihren jeweiligen Parteifreunde nominiert worden. Die AfD und die FDP wollen ebenfalls je einen Direktkandidaten wählen.