Der Hauptausschuss schloss sich damit dem Votum des Ortsbeirats Markee an, der ebenfalls anwesend war. Die Verwaltung wird daher den entsprechenden Beschluss zur Aufhebung der Aufstellungsbeschlüsse für den Bebauungsplan "Gewerbegebiet Markau-Süd" sowie die Änderung des Flächennutzungsplans in Bezug auf den gewerblich-industriellen Vorsorgestandort Etzin-Markau vorbereiten. Der Beschluss wird dann in der Stadtverordnetenversammlung am 23. April zur Abstimmung vorgestellt. "Nach meiner Einschätzung ist mit großer Zustimmung zu rechnen", sagte Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN), der bereits im Vorfeld den Landrat und die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Ketzin/Havel und Wustermark informierte, die an der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets beteiligt sind. Die gemeinsame Landesplanungsabteilung werde zudem im Anschluss an die Stadtverordnetenversammlung entsprechend informiert, so Meger weiter.
Die Diskussionen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass keine Aussicht darauf besteht, eine durchgreifende Verbesserung der Ortsdurchfahrt Markee im Zuge dieser potentiellen gewerblich-industriellen Entwicklung zu erwirken. Stattdessen ist auch bei einer Realisierung der Vorzugsvariante für die Ortsumfahrung Wernitz mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs durch Markee zu rechnen. Ohne eine grundlegende Verbesserung der Ortsdurchfahrt kann eine Zustimmung der Stadt Nauen zu einer Erweiterung des Gewerbegebietes Etzin nicht in Aussicht gestellt werden - die Aufhebung der Beschlüsse für diese eingeleiteten Bauleitplanverfahren ist daher folgerichtig. "Sollte sich in den Folgejahren für die Ortsdurchfahrt Markee überraschenderweise doch eine Verbesserung abzeichnen, kann gegebenenfalls die Wiedereinleitung des Verfahrens neu geprüft werden", sagte Meger. Die Stadt Nauen werde trotz dieser Entscheidung weiterhin Anstrengungen unternehmen, Ansiedlungsmöglichkeiten für Gewerbebetriebe zu schaffen. Derzeit werde die Erweiterung des Standortes Nauen-Ost geprüft, so Meger und dankte allen Beteiligten für die Bemühungen der letzten Monate.